Zwei Leihspieler verewigen sich: SVE feiert historischen Erfolg
Die SV Elversberg darf zum ersten Mal jubeln! Im fünften Anlauf gelang Horst Steffen mit seiner Mannschaft der erste Zweitliga-Sieg in der Vereinsgeschichte. Mit dem goldenen Treffer in der 79. Spielminute hinterließ Wahid Faghir einen Eintrag in den SVE-Annalen.
"War ein 50:50-Spiel"
Zwei Leihspieler machen sich für die SV Elversberg unsterblich. Am Sechzehn-Meter-Eck wurde Paul Wanner bedient, der sich den Ball zurecht legte und in die Mitte flankte - wo Wahid Faghir hochstieg, um die Kugel aus zentraler Position im Kasten unterzubringen. Fünf Tore hatte die SVE schon seit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga geschossen, doch der sechste Treffer - und zugleich Faghirs zweites Saisontor - bedeutete den ersten Sieg für die Saarländer in ihrer Vereinsgeschichte. Die Freude, aber auch die Erleichterung, war bei Cheftrainer Horst Steffen groß.
"Das war ein Spiel, was ein 50:50-Spiel war", hielt der 54-Jährige nach Spielschluss in der Medienrunde fest. "Ohne, dass wir fußballerisch eine klasse Leistung gebracht haben, haben wir versucht, ordentlich zu verteidigen, den Gegner fern zu halten. Hin und wieder ist das gelungen, hin und wieder mussten wir eine Situation überstehen." So zeigte die SVE an diesem Tag zwar nicht ihre beste Leistung, doch dafür stand am Ende der Sieg auf der Habenseite der Saarländer. "Ich hatte das Gefühl, dass wir unsere Möglichkeiten bekommen können", so Steffen.
"Wollten schon weiterhin Spektakel liefern"
In der 79. Spielminute war es dann so weit, dass die Elversberger die eine Chance nutzten, die letztendlich zum Sieg ausreichte. "Eine Aktion hat das Spiel entschieden", hielt auch Steffen fairerweise fest. "Es hätte in beide Richtungen gehen können. Ich bin froh, dass es dieses Mal in unsere ging." Denn bislang war das Quäntchen Glück verwehrt geblieben, sodass Elversberg als amtierender Drittliga-Meister bis zuletzt mit dem letzten Tabellenplatz vorlieb nehmen musste.
"Wir wollten schon weiterhin Spektakel liefern. Dass wir Letzter waren, hat daran nichts geändert", betonte Steffen, dass die Herangehensweise gleich bleiben sollte. In Osnabrück spielte jedoch ein Gegner mit, der das verhindern wollte - aber zur Freude der Elversberger in einer Situation nicht schaffte. Nach der Länderspielpause empfängt die SVE dann den Hamburger SV (Samstag, 16. September) an der heimischen Kaiserlinde.