"Zwei verschiedene Halbzeiten": Lautern beweist in Fürth Moral

Fußballspiele können mitunter eine völlig unerwartete Wendung nehmen. Der 1. FC Kaiserslautern kam beim Bundesliga-Absteiger SpVgg Greuther Fürth anfangs gar nicht ins Spiel. Nach dem Wechsel konnten die Pfälzer dann doch an die starke Form der ersten Saisonspiele anknüpfen. Am Ende besiegte der FCK die Kleeblätter unterm Strich verdient mit 3:1. Statt Euphorie war bei den Beteiligten nach Schlusspfiff jedoch eher Realismus angesagt.

"Die erste Halbzeit war unterirdisch"

Lange Zeit sah es so aus, als würden die Franken Luft im sportlichen Überlebenskampf schnappen und gleichsam die Lauterer mit in den Abstiegsstrudel ziehen. Doch weit gefehlt. In der zweiten Halbzeit drehten die Lauterer das Spiel komplett. FCK-Trainer Dirk Schuster sprach nach Schlusspfiff von "zwei grundverschiedene Halbzeiten" : "Die erste war unterirdisch, die hat mir gar nicht gefallen. Da können wir uns bei Fürth bedanken, dass sie uns am Leben gelassen haben."

Offenbar schien Schuster in der Halbzeit die passenden Worte gefunden zu haben, denn nach dem Wechsel kam sein Team wie verwandelt aus der Kabine. "In der zweiten Halbzeit haben wir ein bisschen was umgestellt, haben unseren Spielstil verändert, weil wir heute nicht in der Lage waren, Fußball zu spielen. So mussten wir eben Fußball kämpfen", resümierte Schuster sichtlich erleichtert.

Luthe verhinderte höheren Rückstand

Zu verdanken hatte der FCK den Sieg nicht zuletzt Torhüter Andreas Luthe, der sich seit Wochen als sicherer Rückhalt präsentiert. Der frühere Bundesligatorwart des 1. FC Union Berlin rettete mehrfach in höchster Not. "Wir haben extrem viele Chancen zugelassen, was total untypisch für uns ist, und freuen uns eigentlich zur Pause, dass wir nur mit einem Tor zurückliegen", stellte der Torwart anschließend nüchtern fest. Sein Team habe sich "zu leichte Ballverluste" geleistet, die es den Fürthern anschließend einfach gemacht hätten.

"Ich finde es gut, dass wir daraus eine Stärke entwickelt haben und dann so zurückgekommen sind", lobte Luthe aber auch die Nehmerqualitäten des Teams. Wer gedacht hatte, dass der FCK nach dem guten Saisonstart nachlassen würde, der dürfte sich getäuscht haben. Unterm Strich stehen nun 10 Punkte nach 5 Spielen auf dem Konto. Zugegeben: Auch mit einer ähnlichen Startbilanz sind schon viele Mannschaften am Ende abgestiegen.  Doch aktuell sind die Lauterer auf dem besten Weg, zumindest den Klassenerhalt frühzeitig zu sichern. Auch Luthe freut sich über das Punktepolster: "Wir haben gegen Top-Gegner in fünf Partien zehn Punkte geholt, das ist sehr gut. Diese Ausbeute haben wir uns aber hart erarbeitet." Am kommenden Sonntag um 13.30 Uhr kann der FCK einen Mitaufsteiger punktemäßig weiter auf Distanz halten. Dann gastiert der FC Magdeburg am Betzenberg

 

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