Zwischenfazit: Karlsruher SC hat noch viel Luft nach oben
Acht Punkte aus acht Spielen und damit Tabellenplatz zwölf. So lautet die Bilanz und Ausbeute des Karlsruher SC nach den ersten Saisonspielen. liga2-online.de nutzt die Länderspielpause, um ein erstes Zwischenfazit zu ziehen.
KSC tut sich offensiv schwer
Fünf Tore in acht Spielen sprechen eigentlich schon für sich und auch im Wildpark ist man sich bewusst, dass das einfach zu wenig ist. Im Spiel nach vorne hat die Mannschaft unter Neu-Trainer Tomas Oral noch so ihre Probleme. Oral setzt auf das Spiel aus einer kompakten Defensive heraus, die Akzente nach vorne waren in fast allen Partien aber noch zu wenig. Beim letzten Auswärtsspiel in Düsseldorf sah das jedoch schon besser aus, wo der KSC auch als Sieger vom Platz hätte gehen können. So richtig zufrieden ist aber noch niemand und noch wissen die Verantwortlichen und Fans im Wildpark noch nicht wo die Mannschaft steht. Beim Heimspiel gegen Aue, was am Ende 2:0 gewonnen wurde und somit den ersten Saisonsieg darstellte, gab es zur Pause die ersten Pfiffe von den Tribünen, was zeigt, dass die Stimmung teilweise sehr angespannt ist. Dabei zeigte die Entwicklung, wenn man ab der zweiten Hälfte gegen Aue bis zum Düsseldorf-Spiel ausgeht, zumindest in die richtige Richtung. Noch hat Oral aber viel Arbeit vor sich. Die Länderspielpause gibt aber zumindest die nötige Zeit, um an den Stellschrauben zu drehen.
Geduld ist erforderlich
Sehr überraschend ist es nicht, dass der KSC noch nicht so in die Spur gefunden hat. Nach einem Trainerwechsel kann man nicht direkt erwarten, dass es von Beginn an läuft, zumal Oral-Vorgänger Markus Kauczinski eine ganze Ära prägte. Zudem hat der KSC in der Sommerpause wichtige Spieler wie Manuel Gulde und Jonas Meffert verloren, die Neuzugänge brauchen ihre Zeit, um reinzufinden. Hierbei ist allerdings Moritz Stoppelkamp hervorzuheben, der bis dato sehr positiv in Erscheinung getreten ist und eine wirkliche Verstärkung für das Team ist. Anders sieht es aber zum Beispiel bei Franck Kom aus, der für eine Ablösesumme von 800.000 Euro in den Wildpark wechselte. Der Kameruner ging erst drei Spiele über die volle Distanz, die letzten drei Partien fand er sich sogar nur noch auf der Bank wieder.
Saison könnte holprig werden
Die ersten Auftritte und Eindrücke lassen nicht vermuten, dass der KSC die guten Platzierungen der Vorjahre wieder einmal bestätigen kann. Dafür sind die Leistungen bis dato noch zu dürftig. Trotzdem besteht auch dort die Hoffnung, das Oral mit mehr Zeit auch mehr aus der Mannschaft herauskitzeln kann. Zudem hat das Team auch in der letzten Spielzeit nach einem schwachen Saisonstart noch eine gute Restsaison gespielt. Mit dem oberen Drittel der Tabelle wird es nach dem derzeitigen Stand aber schwierig, weshalb der KSC zunächst darauf bedacht sein sollte, sich von den unteren Plätzen zu entfernen. Ein Platz im Tabellenmittelfeld ist in dieser Saison realistisch. Für viel mehr wird es aber wohl nicht reichen.