Arminia: Showdown gegen Aue
Der DSC Arminia Bielefeld trifft am Sonntag um 13:30 Uhr in der heimischen SchücoArena auf den FC Erzgebirge Aue. Im Duell zwischen dem 16. und dem 18. der Liga geht es für beide um mehr als nur drei Punkte. Nicht nur könnten die Arminen sich mit einem Sieg etwas Luft gegenüber den Veilchen verschaffen, man könnte auch das rettende Ufer der Tabelle wieder in Sichtweite bekommen. Grund zur Hoffnung bieten die letzten Leistungen gegen Hannover und Frankfurt, bei denen die Ostwestfalen wohl ihre besten Saisonleistungen ablieferten. Doch Gefahr lauert durch den Gegner und den berüchtigten Trainereffekt, den die Erzgebirgler möglicherweise am Sonntag erleben werden.
"Es wird ein Kampfspiel"
Vor der Partie warnte Flügelspieler Christoph Hemlein in der Pressekonferenz vor zu hohen Erwartungen an die Mannschaft: „Natürlich wissen wir um die Bedeutung des Spiels. Wir wollen am Sonntag zu Hause zeigen, dass wir den positiven Trend aus Hannover und Frankfurt fortsetzen können. Nur weil Aue letzte Woche gegen Dresden verloren hat, hat das nichts zu bedeuten. Wir müssen jedes Spiel neu betrachten und unsere Leistung der letzten Begegnungen bestätigen." Sein Teamkollege und Kapitän Fabian Klos pflichtete ihm unter der Woche bei. Nur mit Leistungen wie gegen Hannover und Frankfurt könne man aus der Misere im Tabellenkeller herauskommen. Und die ist mittlerweile schon arg brenzlig. Zwar beträgt der Abstand zum rettenden Ufer "nur" zwei Punkte, doch das Mittelfeld der Liga ist schon weit enteilt. Ein Sieg gegen die Auer ist daher eigentlich Pflicht und alternativlos. Immerhin zuhause läuft es in dieser Saison ganz ordentlich. In der Heimtabelle belegen die Arminen einen sicheren Mittelfeldplatz und auf die Fans im heimischen Stadion baut die Mannschaft, wie Chris Hemlein weiter feststellte: „Es wird ein hartes Kampfspiel, das sagen auch die Tabellenplätze aus. Es könnte ein Spiel werden wie gegen Sandhausen, wo wir vom Publikum von der ersten bis zur letzten Minute super unterstützt wurden und dann in den letzten Minuten das entscheidende 1:0 schießen“
Personelle Umstellungen unausweichlich
Dabei wird die Mannschaft gegen den FCE am Sonntag ein anderes Gesicht auf dem Platz zeigen. Mit Andreas Voglsammer und Tom Schütz fehlen zwei Spieler gelbgesperrt und Sören Brandy ist verletzt. Doch mit Manuel Prietl steht ein langzeitverletzter Mittelfeldmann wieder als Option zur Verfügung. Mit einer Leistung wie in den letzten beiden Spielen, so Trainer Kramny, wird auch am Sonntag wieder etwas zu holen sein: "Wichtig ist für uns aber, dass wir aus unseren letzten Leistungen etwas mitnehmen – denn da war viel Gutes dabei!. „Man muss es sich immer neu erarbeiten und darauf wird es am Sonntag ankommen! Wir müssen maximalen Invest zeigen und das Spiel unbedingt gewinnen wollen." Zum Duell der beiden Kellerkinder erwartet der DSC rund 15.000 Zuschauer. Bei einem Sieg würde die Hoffnung auf einen möglichen Klassenerhalt schlagartig wieder ansteigen, doch eine Niederlage können sich die Arminen um keinen Preis erlauben. Daher soll über die Leidenschaft und den Einsatz ein Dreier erzwungen werden, so der Tenor im Team. Eine Leistung wie gegen Union Berlin oder den FC St. Pauli kann daher rund um Bielefeld niemand gebrauchen, denn damit würden vermutlich eher die Auer einen Big-Point mit ins Erzgebirge nehmen.