"Das darf nicht sein": Arminia verschläft Anfangsphase

Bei der 0:2-Niederlage in Kaiserslautern geriet Arminia Bielefeld schon früh auf die Verliererstraße. Vor allem die frühe Auswechslung von Abwehrspieler Maximilian Bauer war ein herber Rückschlag für die Gäste.

"Eine sehr unglückliche Situation"

Die Bielefelder hatten sich viel vorgenommen, doch schon nach wenigen Minuten mussten sie ihren Plan über den Haufen werfen. Bei einer Klärungsaktion rauschte Torwart Jonas Kersken in seinen Verteidiger Maximilian Bauer hinein und traf ihn am Kopf. "Der Zusammenprall mit Maxi ist extrem bitter, das kann im Fußball immer passieren. Das ist eine sehr unglückliche Situation", sagte Kersken nach dem Spiel. Bauer konnte nicht weitermachen. Maximilian Großer kam für ihn in die Partie. Der Verlust des zuverlässigen Abwehrmanns war eine klare Schwächung für Arminia.

"Die Verletzung von Maxi ist schon ein entscheidender Moment im Spiel gewesen. Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns, nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben und in der Kabine", verdeutlichte Co-Trainer Dani Jara, der den gesperrten Cheftrainer Mitch Kniat vertrat, die Bedeutung seines Schützlings. "Ich glaube, dass das schon der erste Knackpunkt für uns war", meinte Kniat und ergänzte: "Danach waren wir die zwanzig Minuten nicht richtig auf dem Platz." Marlon Ritter (15.) und Simon Asta (29.) nutzten diese Phase und stellten bereits den Endstand her. "Wir haben die ersten 20 Minuten verpennt, das darf nicht sein", ärgerte sich Kapitän Mael Corboz.

"Dürfen nicht die Köpfe hängenlassen"

Von diesen Nackenschlägen erholte sich die Arminia nicht mehr. "In diesem Stadion ist es mit einem Zwei-Tore-Rückstand nicht einfach zurückzukommen. Sie haben die Chancen eiskalt genutzt. Danach haben wir alles investiert, aber es hat nicht gereicht", bedauerte Kersken. Damit verpassten die Bielefelder den wahrscheinlich letzten Schritt in Richtung Klassenerhalt. "Wir dürfen jetzt nicht die Köpfe hängenlassen, sondern das Spiel abhaken und mit unseren Fans gemeinsam das Ding gegen Hertha ziehen", blickte der Schlussmann auf das Saisonfinale vor heimischer Kulisse gegen die Berliner voraus.

Im ungünstigsten Fall könnte Bielefeld bis zum Ende des Spieltags sogar auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschen. Das Einzige, was die Kniat-Elf noch beeinflussen kann, ist das letzte Heimspiel gegen Hertha BSC. "Wir müssen für die kommende Woche mental voll da sein, da geht es um alles, und wir werden alles dafür tun, dass wir zuhause drei Punkte holen", kündigte Corboz an. Die Heimstärke der Arminia macht Co-Trainer Jara "zuversichtlich, dass wir das Ding ziehen werden". Ob Bauer dann wieder zur Verfügung steht, ist offen.

 

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