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Bericht: Ralf Becker heißer Kandidat bei Dynamo

© imago images / Michael Schwarz

Am 30. Juni endet bei der SG Dynamo Dresden die Ära von Ralf Minge als Sport-Geschäftsführer und langjähriger Verantwortlicher des Klubs. Eigentlich sollte der 59-Jährige seinen Nachfolger dann noch einarbeiten, doch die Verhandlungen mit dem Aufsichtsrat endeten unrühmlich. Nun ist das Kontrollgremium gefordert, einen passenden Kandidaten zu finden – und hat laut "Bild" bereits mit Ex-HSV-Sportchef Ralf Becker gesprochen.

Sportchef in Kiel und Hamburg

Zwischen Ralf Minge und dem Aufsichtsrat der SG Dynamo Dresden knisterte es zuletzt, weil es aus unterschiedlichen Gründen nicht zu einer temporären Verlängerung des scheidenden Sport-Geschäftsführers zur Einarbeitung seines Nachfolgers kam. Unabhängig davon läuft die Suche nach einem geeigneten Kandidaten, den die Verantwortlichen der Sachsen laut "Bild"-Bericht nun in Ralf Becker gefunden haben wollen. Der 49-Jährige wäre auf dem Posten kein Neuling, bereits in Kiel und Hamburg leistete der Ex-Profi seine Arbeit.

An der Kieler Förde gelang ihm dabei der Aufstieg aus der 3. Liga, beinahe wären die Störche im Folgejahr sogar in die Bundesliga durchmarschiert und scheiterten bloß in der Relegation. Daraufhin warb der Hamburger SV um Becker, um ihn ein Jahr nach der verpassten Rückkehr in die Bundesliga wieder vom Hof zu jagen. Schlägt nun Dresden zu?

"Will etwas bewegen"

Ralf Becker und Dynamo Dresden könnte passen: Der 49-Jährige gilt als kommunikativer Mensch, der möglichst alle Menschen im Umfeld mitnehmen will. "Mir geht es nicht darum, irgendwo fünf Jahre zu sein, um einfach einen Job zu haben. Ich will mit meiner Arbeit etwas bewegen", sagte Becker einst im Interview mit "tm.de" und wird an dieser Arbeitsweise innerhalb der letzten vier Jahre kaum etwas geändert haben.

Den sportlichen Erfolg mit geringen finanziellen Mitteln, ein guter Umgang mit dem eigenen Nachwuchs und das Auge für unentdeckte Talente kann der 49-Jährige in seiner bisherigen Karriere nachweisen. Und klare Ziele gäbe es in Dresden in jedem Fall zu definieren: Etablierung in der 2. Bundesliga. Selbst, wenn diese im schlimmsten Fall über einen direkten Wiederaufstieg aus der 3. Liga erfolgen müsste.