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Beschlossen: Zweitliga-Spielbetrieb pausiert bis Ende April

© imago images / Zimmermann

Wie erwartet haben die 36 Erst- und Zweitligisten am Dienstag im Rahmen einer außerordentlichen DFL-Mitgliederversammlung eine Verlängerung der Spielpause bis Ende April beschlossen. Mit dem Training soll frühestens am 5. April wieder begonnen werden.

Neun Wochen für neun Spieltage

Bislang war die Saison lediglich bis Anfang April ausgesetzt, nun ruht der Spielbetrieb für weitere drei Wochen und somit bis Ende April. Damit werden auch die Spieltage 29 bis 31 verlegt. Klares Ziel aller Vereine bleibt, die Saison regulär zu Ende zu spielen. Kann der Ball ab Anfang Mai wieder rollen, würden bis Ende Juni neun Wochen für die noch ausstehenden neun Spieltage verbleiben. "Ziel ist es weiterhin, die Saison zum 30. Juni zu beenden. Da noch neun Spieltage ausstehen, müssen wir rechtzeitig beginnen. Es gibt auch andere Denkmodelle, momentan haben wir keinen Anlass, von den bisherigen Plänen abzuweichen", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.

Ein Abbruch der Spielzeit ist dagegen weiterhin keine Option – vor allem aus finanziellen Gründen. Denn sollte die Saison nicht zu Ende gespielt werden, drohen den Klubs Millionen-Verluste. Unter anderem steht die letzte Zahlung aus dem TV-Topf noch aus, darüber hinaus könnten Sponsoren Regressansprüche für nicht erbrachte Werbeleistungen stellen. Dennoch beschäftigt sich die DFL intern mit einem Abbruch und dessen Folgen.

Zunächst wohl Geisterspiele

Als wahrscheinlich gilt, dass die Partien nach Wiederaufnahme zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden werden. Ein Szenario, das DFL-Geschäftsführer Christian Seifert zuletzt als "einzige Überlebenschance für viele Vereine" bezeichnet hatte. Ein entsprechendes Konzept, wie Geisterspiele auch ohne Stadion-Zuschauer und mit einem Minimal-Einsatz von Arbeitskräften in den Bereichen Sport, allgemeine Organisation und Medien durchgeführt werden können, soll in den kommenden Tagen und Wochen für alle 36 Erst- und Zweitliga-Standorte erarbeitet werden.

Zudem wurde eine medizinische Taskforce eingerichtet und ein "weiteres Bündel an Maßnahmen" beschlossen, das die Klubs beim Lizenzierungsverfahren entlasten soll. Konkret sollen bei einer Insolvenz in dieser Saison keine Punkte abgezogen werden. In der kommenden Saison wären es dann drei statt der üblichen neun Zähler. Wie lange Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden müssen, ist offen. Mehrere Virologen vertreten die Auffassung, dass bis zum Ende des Jahres sämtliche Partien ohne Fans ausgetragen werden müssen.