Bleibt Eichhorn bei Hertha? "Werden alles in unserer Macht Stehende tun"
Im vergangenen August feierte Kennet Eichhorn sein Zweitliga-Debüt für Hertha BSC. Seit Monaten ist ein millionenschweres Wettbieten um den 16-jährigen Mittelfeldspieler im Gange. Oder bleibt Eichhorn doch noch in Berlin? Die Verantwortlichen wollen den kommenden Superstar überzeugen.
"Er weiß, was er an uns hat"
Schon am 2. Spieltag dieser Saison stand Kennet Eichhorn in der 2. Bundesliga auf dem Platz. Im Alter von 16 Jahren und 14 Tagen wurde der gebürtige Berliner zum Rekordhalter als jüngster Zweitliga-Profi aller Zeiten. Mittlerweile wird Eichhorns Marktwert auf 20 Millionen Euro geschätzt, da der defensive Mittelfeldspieler auf 16 Einsätze zurückblicken kann, in denen er stets überzeugte. Top-Klubs aus England und Spanien wollen Eichhorn genauso verpflichten, wie die deutschen Top-Mannschaften rund um Dortmund, Leverkusen und Leipzig - allerdings soll der FC Bayern München aus dem Wettbieten ausgestiegen sein.
Am Saisonende soll eine Entscheidung fallen. Und bleibt Eichhorn dann eventuell sogar in Berlin? "Wenn man darüber nicht redet, würde man seinen Job ganz schlecht machen", antwortete Geschäftsführer Peter Görlich im "Sky"-Interview, dass es Überlegungen gibt. Der Verantwortliche gab an: "Wir wissen, was wir an Kenny haben. Und er weiß, was er an uns hat." Das soll heißen, dass Hertha das Supertalent zugunsten von Spielzeit von einem Verbleib überzeugen möchte. Deswegen positionierte sich auch Cheftrainer Stefan Leitl klar: "Kenny wird eine großartige Karriere vor sich haben, ich hoffe: noch ein Jahr bei uns."
"Sehr sauberer und guter Austausch"
Vor einem Jahr soll Eichhorn bereits bei Eintracht Frankfurt im Wort gestanden haben, auch mit Bayer 04 Leverkusen habe es seinerzeit schon Gespräche gegeben. Doch im Juli 2025 verlängerte der 16-Jährige dann doch bei Hertha BSC und wurde zum Shootingstar bei der Alten Dame. In der Rückrunde verhinderte eine Sprunggelenksverletzung, dass Eichhorn sogar noch mehr Einsätze für den Hauptstadtklub sammelte. Bekommt der 16-Jährige noch mehr garantierte Spielzeit, waren sich alle Verantwortlichen sicher, wird er sich noch besser entwickeln. Und das könnte bei Hertha eher der Fall sein als bei einem Top-Klub, wo sich Eichhorn womöglich hinten anstellen wird.
"Wir sind in einem sehr sauberen und guten Austausch. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um ihn zu überzeugen, noch ein Jahr hier zu spielen", betonte Hertha-Sportdirektor Benjamin Weber in diesem Zusammenhang. Ein klarer Plan, der Sicherheit und Entwicklungszeit beinhaltet soll die Basis für die Argumentation sein. "Das ist das, was wir in die Waagschale werfen können", so Weber. Als positives Beispiel dient Ibrahim Maza, der nach dem Abstieg der Alten Dame trotz Interesse aus der Bundesliga noch ein Zweitliga-Jahr mit Hertha absolvierte. Anschließend wechselte der algerische Nationalspieler für zwölf Millionen Euro nach Leverkusen. Klar ist aber auch, dass die Berliner im Sommer einen Transferüberschuss in zweistelliger Millionenhöhe benötigen. Eichhorn ist gleichzeitig das Tafelsilber.