Blutleerer Auftritt gegen Sandhausen: Frings ist baff und schockiert

Die Lilien haben das Siegen verlernt. Nach der 1:2-Heimpleite gegen Sandhausen taumelt der Bundesliga-Absteiger langsam dem Tabellenkeller entgegen. Der Relegationsplatz ist vor dem Montagabendspiel nur noch drei Punkte entfernt. Ängstlich, zweikampfschwach und ohne Kampfgeist und Mut hatten sich die Gastgeber in den 93 Minuten fast ihrem Schicksal ergeben. Zum seltsam blutleeren Auftritt gesellten sich zudem zu viele Fehler.
Spieler üben Selbstkritik
Nach dem Spiel fanden die SV98-Kicker zumindest kritische Worte für ihre (Nicht)-Leistung. "Wir machen einfach zu viele Fehler, besonders in den Bereichen, in denen es brenzlig wird. Die Konsequenz haben wir heute gespürt. Es ist schwer zu akzeptieren, dass wir lethargisch in die Zweikämpfe gehen und quasi keine zweiten Bälle holen. Mir hat heute ein Stück weit das Herz gefehlt“, wird Kapitän Aytac Sulu auf der Internetseite des Vereins zitiert. Schwer zu akzeptieren war der Auftritt des Teams auch bei den Fans. Sie stellten ihren Support nach dem 0:2 ein. "Der Frust der Fans ist verständlich. Wir waren selbst beschämt, dass wir ihnen nichts zurückgeben konnten", so Mittelfeldmann Sandro Sirigu gegenüber dem "Kicker".
Trainer ist baff
Immerhin: Das Team stellte sich nach dem Schlusspfiff den enttäuschten Fans auf der Südtribüne. Am Ende gab es sogar schon wieder Applaus von den treuen Anhängern. Kapitän Sulu sieht seine Mannschaft in der Pflicht. "Wir sind jetzt in der Bringschuld, die Fans müssen sehen, dass wir unbedingt wollen, dass wir uns wehtun lassen und dass wir dem Gegner wehtun. Das ganze Herz muss auf dem Platz bleiben", forderte der Kapitän. Regelrecht von der Leistung schockiert war Coach Torsten Frings: "Ich bin baff, weil ich nie geglaubt hätte, dass wir uns in einem Heimspiel so präsentieren", fand der Trainer klare Worte. Und flüchtete in bekannte Durchhalteparolen. "Wir müssen die Blockade lösen, die Köpfe frei bekommen und versuchen den Bock umzustoßen." Am besten schon am Freitagabend – dann geht es zu den Eisernen aus Berlin.