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Bundesliga-Interesse: St. Paulis Baustelle mit Becker

© IMAGO / Revierfoto

In der zweiten Saisonhälfte sorgte der FC St. Pauli für Furore, weswegen direkt nach Ende der Spielzeit die ersten Gerüchte um die jungen Talente der Kiezkicker aufkamen. Neben Daniel-Kofi Kyereh stand vor allem Finn Ole Becker im Fokus. FCSP-Sportchef Andreas Bornemann hätte sich gewundert, wenn es anders wäre – und will den Mittelfeldspieler trotzdem am Millerntor halten.

"Wir mögen Finn Ole"

In den vergangenen Jahren zeigte Andreas Bornemann, dass er als Sportlicher Leiter gewisse Millionenbeträgte in die FCSP-Kassen spülen kann. Mit Henk Veerman (1,5 Millionen Euro), Mats Möller Daehli (2,5 Millionen Euro) oder Marvin Ducksch (2 Millionen Euro) gelangen dem 49-Jährigen bereits mehrfach Coups auf dem Transfermarkt, sodass die schmerzhaften Abgänge von sportlichen Leistungsträgern immerhin durch einen Geldsegen versüßt wurden. Auch in diesem Sommer wird Bornemann wohl Anfragen erhalten – unter anderem für Finn Ole Becker. Der 20-Jährige ist Stammspieler, sein Vertrag läuft 2022 aus. Mit dem 1. FSV Mainz 05 soll ein Bundesligist laut "Bild"-Zeitung inzwischen als ernsthafter Interessent gelten.

"Wir mögen und schätzen Finn Ole. Er hat auch das Vertrauen vom Trainer. Wir möchten uns gerne weiter an Finn Ole erfreuen", ordnete Bornemann die Situation faktisch ein. Klar ist aber auch, dass eine Vertragsverlängerung mit dem Eigengewächs bislang nicht zustande kam. Seit 2018 gehört der Mittelfeldspieler schon zu den Profis und sammelte 63 Zweitliga-Partien in seiner Vita. Der Marktwert wird derzeit auf 2,5 Millionen Euro geschätzt – und läge damit genau in dem Bereich, den Bornemann in den vergangenen Jahren erzielte.

Personeller Umbruch durch Erfolg?

Dennoch droht die Gefahr, dass das Team nach einer erfolgreichen Runde nun personell einbricht. Nach aktuellem Stand verlieren die Kiezkicker nämlich auch die torgefährlichen Leihspieler Omar Marmoush (VfL Wolfsburg) und Rodrigo Zalazar (Eintracht Frankfurt). Auch Daniel-Kofi Kyereh weckt andernorts das Interesse, obwohl Bornemann dahingehend zuletzt keine Anfragen bekommen haben soll.

Wundern würde sich der Sportliche Leiter allerdings, wenn es in Bezug auf Becker so bleiben würde: "Es wäre erstaunlich, wenn er bei seinem jungen Alter, seinen Qualitäten und der hohen Anzahl an Zweitliga-Einsätzen nicht in den Datenbanken und Notizblöcken der Bundesligisten auftauchen würde." Eine angemessene Ablösesumme könnte St. Pauli angesichts der Rest-Vertragslaufzeit von einem Jahr aber wohl nur noch in diesem Sommer einstreichen.