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DFL-Entscheidung: Trainer-Sperre nach 4. Gelber Karte

© imago images / Hartenfelser

Die Trainer in der 2. Bundesliga sollten in Zukunft noch stärker aufpassen, was sie am Spielfeldrand von sich geben. Wie die DFL-Generalversammlung entschied, werden die Übungsleiter ab sofort nach der vierten Gelben Karte für ein Spiel gesperrt. Schon vorab kritisierten mehrere Cheftrainer die neue Regelung.

Kartenregelung sorgt für Unverständnis

Bochums Robin Dutt verliert "den Respekt vor der Autorität", Düsseldorfs Friedhelm Funkel erkannte "den größten Schwachsinn aller Zeiten" und Bremens Florian Kohfeldt will sich "auf gar keinen Fall die Emotionen nehmen lassen". Schon die Einführung der Möglichkeit zu Trainer-Bestrafungen mit Gelber und Roter Karte stieß bei den Übungsleitern der 1. und 2. Bundesliga auf Unverständnis.

Die nun verabschiedete Regelung wird sicherlich noch größeren Unmut hervorrufen: Laut "Bild"-Bericht wartet zukünftig nach der vierten Verwarnung eine Sperre. Den entsprechenden Antrag winkte die DFL-Generalversammlung mit eindeutiger Mehrheit durch. Schon zuvor war die Gelb-Sperre für Trainer beschlossene Sache, lediglich die dazu nötige Anzahl an Karten stand noch aus. Zum Vergleich: Spieler müssen erst nach der fünften Gelben einmal zuschauen.

Dutt: "Nicht mehr meine Welt"

Verwarnungen für Trainer und Betreuer hatten in den letzten Wochen bereits mehrfach für Diskussionen gesorgt. Bochums Robin Dutt etwa sah im Anschluss an die Partie beim Hamburger SV die Gelbe Karte, fand daraufhin klare Worte: "Ich bin in 20 Jahren noch nie auf die Tribüne geflogen und kann jedem Schiedsrichter noch in die Augen schauen. Jetzt gibt es die Gelbe Karte und bei einem weiteren Wort auch noch die Gelb-Rote Karte. Das ist nicht mehr meine Welt, das macht keinen Spaß. Wir haben deswegen nicht verloren, aber du fühlst dich einfach so behandelt, als wenn du weiß wer bist."