Ende einer kleinen Ära: Mitch Kniat verlässt Arminia Bielefeld
Auf der Bielefelder Alm endet eine kleine Ära: Cheftrainer Mitch Kniat verlässt den Verein am Saisonende. Verein und Fußballlehrer kamen nach einer gemeinsamen Analyse zu dem Schluss, dass sich die Wege einvernehmlich trennen sollten. Der 40-Jährige verabschiedet sich nach 132 Pflichspielen an der Seitenlinie.
"Bei der Zukunftsplanung nicht deckungsgleich"
Das erste Jahr in der 3. Liga war schwierig für Mitch Kniat, aber am Ende holte Bielefeld den Klassenerhalt - und stieg im Folgejahr auf, was parallel zum Einzug in DFB-Pokalfinale passierte. Auch in der 2. Bundesliga erreichte die Arminia ihr Ziel, aber die Zusammenarbeit mit dem Cheftrainer wird enden. Beide Seiten kamen zu diesem Schluss, was sich bereits in den letzten Tagen andeutete. "Wir bedanken uns bei Mitch und seinem Team für die geleistete Arbeit in den vergangenen drei Jahren. Es waren sehr intensive und prägende Jahre, in denen wir gemeinsam sehr viel erreicht und Stadt sowie Verein mit herausragenden Erfolgen begeistert haben", bestätigt Sport-Geschäftsführer Michael Mutzel.
Bielefeld und Kniat ziehen gemeinsam einen Schlussstrich. "Es spricht für unsere vertrauensvolle Zusammenarbeit über die gesamte Zeit und auch jetzt, dass wir offen und ehrlich miteinander über unsere aktuellen Einschätzungen sprechen konnten", führt Mutzel aus. "Nach mehreren Gesprächen und der gemeinsamen Analyse haben wir uns auch über die weiteren Entwicklungsschritte ausgetauscht und festgestellt, dass wir bei der Zukunftsplanung nicht deckungsgleich sind. Daraus resultierend sind wir dann übereinstimmend zu dem Ergebnis gekommen, dass es besser ist, die Zusammenarbeit mit dem positiven Saisonabschluss und dem Erfolg des Klassenerhaltes zu beenden."
"Ist für beide Seiten der richtige Schritt"
Kniat geht im Guten mit dem Verein auseinander. "Wir haben in den vergangenen drei Jahren viele emotionale und intensive Momente erlebt. Unvergessen bleiben ganz sicher der Aufstieg als Meister und das Erreichen des Endspiels im DFB-Pokal mit Arminia Bielefeld. Dass wir in dieser Saison den Klassenerhalt geschafft haben, ist ein Erfolg, auf den wir alle stolz sein können", blickt der 40-Jährige auf insgesamt 132 Pflichtspiele an der Bielefelder Seitenlinie zurück. "Wenn man sich an den Ausgangspunkt unserer Arbeit vor drei Jahren zurückerinnert, dann ist es einfach sensationell, welche Erfolge wir alle bis heute feiern konnten. Ich bin dankbar für diese Zeit und möchte mich bei allen Mitarbeitern, Verantwortlichen, dem gesamten Staff, unseren Fans und natürlich bei meinen Spielern bedanken."
Für den Verein zu arbeiten, habe ihm immer Spaß gemacht. Auch Mutzel betonte, dass die Trennung nach den vorherigen Erfolgen schade sei. Aber auch Kniat bestätigt: "Eine unserer Stärken war immer, zu einhundert Prozent einen gemeinsamen Plan und Weg verfolgt zu haben. Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung und Priorisierung haben wir festgestellt, dass Schnittmengen kleiner geworden sind und eine neue Ausrichtung für beide Seiten der richtige Schritt ist." Gemeinsam mit Kniat werden auch die Co-Trainer Dani Jara und Janik Steringer den Verein am Saisonende verlassen. Als potentieller Nachfolger wurde im Bielefelder Umfeld zuletzt schon Marcel Rapp (ehemals Holstein Kiel) genannt.