0:1 im Hinspiel! Fürths letzte Patrone: "Zuhause wieder All-In gehen"
Die SpVgg Greuther Fürth konnte ihre positive Energie wieder einmal nicht in ein Spiel mitnehmen. Nach dem Kracher am 34. Spieltag, der dem Kleeblatt die Zweitliga-Relegation ermöglichte, kassierte die Mannschaft von Heiko Vogel an der Essener Hafenstraße ein 0:1 - obwohl Fürth die Partie unter Kontrolle hatte. Jetzt heißt es wieder "All-in".
"Wichtig ist, dass es beim 0:1 geblieben ist"
Vor der Partie wurde SpVgg-Cheftrainer Heiko Vogel auf die Tatsache angesprochen, dass Fürth in dieser Saison ganz selten mal zwei Spiele hintereinander mit der gleichen Leistung abrufen konnte. Frohen Mutes verwies der Fußballlehrer auf die Siege gegen Hannover und Elversberg, die im März direkt aufeinander folgten. Doch es sollte das einzige Mal in dieser Spielzeit bleiben, dass dem Kleeblatt zwei Siege am Stück gelangen. So erlitt Fürth nach dem fulminanten 3:0 gegen Düsseldorf im Hinspiel der Relegation wieder einen Rückschlag - 0:1 in Essen.
"Es war das erwartete Spiel, schwierige Kulisse, immens lautes Stadion", erläuterte Vogel nach der Partie. "Ich glaube, dass wir das Spiel bis zur 60. Minute vollends im Griff hatten, haben leider aus dem Übergewicht und unseren Standards zu wenig gemacht." Unter anderem traf Jannik Dehm die Latte, woraufhin Essen einen ruhenden Ball sehenwert verwertete. Der Rückstand brachte durchaus Unruhe in die Spielkontrolle der Fürther. Vogel atmete nach Spielschluss durch: "Wichtig ist, dass es beim 0:1 geblieben ist." So muss Fürth im letzten Spiel der Saison wenigstens keinen Drei-Tore-Abstand aufholen, wie es gegen Düsseldorf der Fall gewesen war.
"Haben es immer noch in der eigenen Hand"
Zweitliga-Torschützenkönig Noel Futkeu war im Hinspiel der Relegation kein Faktor. Ein Umstand, der Vogel ärgerte. "Es ist ein heikles Spiel gewesen unter diesen Bedingungen, weil man gesehen hat, dass es Essen von der ersten Sekunde auf Noel Futkeu abgesehen und provoziert hat, was nur ging", betonte der Fürther Trainer. Der Hintergrund? Der Mittelstürmer stand vor der Partie bei vier gelben Karten. Hätte es eine weitere Verwarnung gegeben, wäre Futkeu im Rückspiel gesperrt gewesen. Aber dazu kam es nicht, weshalb Futkeu nun genauso im Heimspiel gefordert sein wird.
"Wir haben es immer noch in der eigenen Hand, ich denke, das Ergebnis können wir kompensieren", so Vogel. "Im Rückspiel ist eine andere Stimmung bei uns im Stadion, das ist unser Wohnzimmer. Heute ist nur das erste Spiel gespielt. Wir werden zuhause wieder All-In gehen und freuen uns drauf." Schon gegen Düsseldorf hatten viele Beobachter der 2. Bundesliga nicht mehr an Fürth geglaubt, fand Jannik Dehm. Aber Fürth wolle seinen Status untermauern, dass man der Zweitligist ist. Und gerade Felix Klaus, der im entscheidenden Spiel seinen Doppelpack schnürte, betonte: "Jetzt kommen sie zu uns und wir sind sehr heimstark. Wir haben zuhause viele Zweitligisten besiegt, deswegen sage ich: 'Viel Spaß bei uns in Fürth.'" Das Rückspiel startet am Montagabend um 20:30 Uhr.