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FC St. Pauli: Unrühmliches Ende mit Himmelmann droht

© imago images / Oliver Ruhnke

Mitte Dezember wurde FCSP-Stammkeeper Robin Himmelmann durch Nachwuchstorhüter Svend Brodersen ersetzt. Mit Dejan Stojanovic hütete am vergangenen Samstag erstmals die neue Nummer eins den Kasten der Hamburger. Für den "Skyman" scheint sich die Zeit am Kiez einem Ende zu neigen. Seit Montag trainiert er nur noch individuell.

Nicht mehr im Spieltagskader

184 Pflichtspiele bestritt Robin Himmelmann, der seit 2012 beim FC St. Pauli unter Vertrag steht, insgesamt für die Kiezkicker. Die 1:2-Niederlage gegen Eintracht Braunschweig am Tag vor Nikolaus könnte seine letzte Partie gewesen sein, denn seither setzte Cheftrainer Timo Schultz im Kasten auf zwei andere Keeper. Inzwischen wurde Himmelmann wohl zum Einzeltraining abkommandiert, wie die "Bild" am Montag berichtet. Am Abend nahm der Verein dazu Stellung: "Wir hatten uns im Trainerteam dazu entschieden, auf der Position des Torhüters etwas zu verändern. Dass Robin nicht mehr unsere Nummer 1 ist, hat ausschließlich sportliche Gründe."

Auffällig war bereits, dass der 31-Jährige nach dem Jahreswechsel nicht einmal mehr auf der Bank saß. Nun folgt wohl das letzte Kapitel einer jahrelangen Erfolgsgeschichte. Ein vorzeitiger Abschied des "Skymans", wie er im Hamburger Umfeld genannt wird, scheint nicht mehr ausgeschlossen zu sein. Ohnehin läuft der Vertrag mit dem Saisonende aus. Cheftrainer Timo Schultz kündigte daher an: "Die kommenden Tage werden sowohl der Verein als auch Robin nutzen, um gemeinsam eine für beide Seiten sinnvolle Lösung zu finden."

"Weder suspendiert noch freigestellt"

Nicht wenige wünschten sich zuvor noch eine Rückkehr in den Kasten, bevor der Klub mit Dejan Stojanovic eine neue Nummer eins holte. Nun traineirt Himmelmann individuell mit Torwarttrainer Mathias Hain auf einem der Plätze im Trainingszentrum beim Individualtraining, im Mannschaftstraining befinden sich dagegen Stojanovic, Brodersen und Dennis Smarsch. Sportchef Andreas Bornemann stellte aber klar: "Robin hat sich nichts zu Schulden kommen lassen und ist weder suspendiert noch freigestellt worden."

Die Aussage von Cheftrainer Timo Schultz, dass das 1:1-Remis gegen Kiel eine Mannschaftsleistung von "allen, die von Beginn an auf dem Platz standen, und allen, die reingekommen sind", ist sicherlich nicht als Spitze gegen einzelne Personen gerichtet gewesen, sagt aber wohl dennoch vieles über nahende Entscheidungen der Hamburger aus.