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Trotz 4:0-Sieg des SV Darmstadt: "Der perfekte Abend war es nicht"

© IMAGO / Beautiful Sports

Der SV Darmstadt 98 fuhr am Samstagabend gegen Hansa Rostock seinen vierten Pflichtspielsieg in Folge ein. Gegen die Hanseaten setzte man sich ergebnistechnisch zwar deutlich durch, bei den Lilien war man letztendlich aber nicht vollends zufrieden.

"Viele Dinge" nicht zufriedenstellend

Von den Beteiligten wurde der klare Erfolg realistisch eingeordnet, wie die Stimmen auf der offiziellen Website des SVD zeigen. Cheftrainer Torsten Lieberknecht sei zwar "sehr happy darüber, dass wir das Spiel gewonnen haben. Doch ich muss sagen, dass ich trotz der 2:0-Führung mit der ersten Halbzeit nicht ganz zufrieden war."

Vor allem "die individuelle Passqualität" sei nicht befriedigend gewesen. Es habe gegen Hansa "viele Dinge" gegeben, die dem Coach nicht gefielen. Lob für sein Team gab es von diesem aber dennoch. "Insgesamt war heute über die kompletten 90 Minuten am wichtigsten, dass wir eine sehr gute Defensivleistung gezeigt haben", so der 49-Jährige, "denn gegen Hansa besteht immer die Gefahr, dass du ein Tor bekommst, weil sie physisch und vom Spielstil her sehr unangenehm sind."

Sowohl für Lieberknecht als auch für dessen Schützling Marcel Schuhen war das frühe 1:0 durch Phillip Tietz, der in der dritten Minute durch einen Patzer von Hansa-Keeper Markus Kolke profitierte, der "Türöffner". Anschließend "haben wir dann einen guten Mix in unserem Spiel gefunden", findet Schuhen. Nach dem zweiten und dritten Streich durch Marvin Mehlem (18.) und Tietz (54.) "ging es darum, die Null zu halten. Das haben wir geschafft. Denn wir arbeiten sehr akribisch in der Defensive. Die Bereitschaft gemeinsam zu verteidigen ist sehr gut. Jeder stellt sich in den Dienst der Mannschaft", äußerte Darmstadts Schlussmann.

"Volle Konzentration auf den HSV"

"Der perfekte Abend war es nicht", findet Doppelpacker Tietz, "aber er war sehr zufriedenstellend. Trotzdem gibt es noch einige Stellschrauben, an denen wir drehen können." Außerdem ist dieser "froh, dass wir uns nach der Niederlage in Regensburg als Mannschaft dann so schnell gefunden haben und in der Saison angekommen sind. Jetzt heißt es volle Konzentration auf den HSV, wo wir unser Herz auf dem Platz lassen wollen."

Im Spitzenduell mit den Rothosen können beide Vereine bis nach ganz oben klettern. Mit Darmstadt und dem Hamburger SV treffen zwei der vier Mannschaften mit der besten Punkteausbeute aufeinander. Mit jeweils neun Zählern belegt der SVD Rang drei, der HSV Platz vier. Zwar ist Lieberknecht mit der Vorstellung seiner Truppe gegen Rostock nicht uneingeschränkt zufrieden, doch "das Punktesammeln ist aktuell das Wichtigste."

Karic fällt aus

Emir Karic wird den Lilien dabei "vorerst nicht zur Verfügung stehen", wie der Klub verkündete. "Nachdem Emir über Beschwerden geklagt hatte, haben wir kurzfristig für Sonntag einen Termin vereinbart," so Darmstadts Sportlicher Leiter Carsten Wehlmann. Der 25-jährige Linksverteidiger wurde erfolgreich am Blinddarm operiert.