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Umbaustreit: Verliert der KSC das Wildpark-Stadion komplett?

Führt der Umbaustreit des Wildpark-Stadions zwischen dem Karlsruher SC und der Stadt Karlsruher möglicherweise bald dazu, dass der KSC seine Heimspielstätte nicht mehr nutzen darf? Kurz vor dem Verhandlungstermin vor dem Landgericht ist dies für Oberbürgermeister Frank Mentrup jedenfalls ein mögliches Szenario.

Reaktion der Stadt

Vier einstweilige Verfügungen erhob der Karlsruher SC im August vor dem Landesgericht Karlsruhe gegen die Stadt Karlsruhe. Streitpunkt: Der Umbau des Wildpark-Stadions. Bei der Planung und Durchführung, sowie in der Informationstransparenz fühle sich der Verein teilweise übergangen – am Montag findet der erste Verhandlungstermin statt. Der Stadt Karlsruhe sei es wichtig, sich dazu in Person von Oberbürgermeister Frank Mentrup vorab zu äußern.

Wie die Informationsseite "Stadionwelt.de" berichtet, betone der Oberbürgermeister der Stadt, dass sich der Karlsruher SC als Pächter des Stadions verkenne. Eine "finalisierte Version" eines Totalunternehmervertrags zwischen der Stadt und dem Bauunternehmen müsse demnach nicht mit dem Verein besprochen werden – in einer gerichtlichen Verfügung verlangte der KSC Einsicht in diesen Vertrag.

Kündigung der Stadionnutzung?

Darüber hinaus beklagte der Klub, dass im Businessbereich sichtsperrende Stützen gebaut wurden – entgegen der eigentlichen Vorstellungen. Mentrup bestätigt, dass dies vollzogen worden sei, weil kein Anbieter die Wünsche des KSC hätte umsetzen können. Jedenfalls nicht im Rahmen des Budgets. Immerhin: Das Kioskkonzept des Vereins für die neuen Stadion-Gastronomie befinde sich aktuell in der Prüfung der Stadt, die Chance auf eine Umsetzung bleibt bestehen.

Zerschnitten ist das Tischtusch zwischen Verein und Stadt dennoch, woran Mentrup keine Zweifel ließ: "Es ist klar, dass wir und der Verein jetzt ein Problem miteinander haben." Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Zukunft sei gefährdet, im schlimmsten Fall würde die Stadt dann ohne den Verein planen – das bedeutet, dass sämtliche Verträge mit dem Verein für seine Heimspielstätte gekündigt werden würden. Das Stadion könne dann an den Höchstbietenden neu vermietet werden.