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Zehn Heimpleiten in Folge: Osnabrück mit Negativrekord

imago images / Revierfoto

Mit der zehnten Heimniederlage in Serie stellt der VfL Osnabrück beim eklatanten 0:4 gegen Eintracht Braunschweig einen Negativrekord in der 2. Bundesliga auf und droht in die Drittklassigkeit abzustürzen. Schon am Mittwoch kommt es an der einstmals gefürchteten Bremer Brücke zum nächsten "Abstiegs-Endspiel" gegen den SSV Jahn Regensburg.

Negativrekord von Babelsberg geknackt

Seit mehr als 85 Jahren im Herzen des Arbeiterstadtteils Schinkel gelegen, war die Bremer Brücke einstmals durchaus gefürchtet bei den Gegnern des VfL Osnabrück. Mit ihren engen, nah am Spielfeld stehenden Tribünen war sie oft Garant für eine tolle Stimmung und spornte das Heimteam zu kämpferischen sowie erfolgreichen Leistungen an. Viel davon geblieben ist derzeit nicht: Während Corona. Und ohne Fans. Ob das alleine als Begründung für den Negativlauf der Lila-Weißen reicht, ist allerdings zweifelhaft.

Mit dem 0:4 gegen Eintracht Braunschweig und der zehnten Heimniederlage in Folge hat der VfL Osnabrück am vergangenen Wochenende jedenfalls einen neuen Negativrekord in der 2. Bundesliga – inklusive der 2. Ligen Nord und Süd – aufgestellt und die traurige Bestmarke von neun Niederlagen am Stück vom SV Babelsberg aus der Saison 2001/02 überboten. Nachdem Suleiman Abdullahi die Löwen in der elften Spielminute in Führung gebracht hatte, gaben die Osnabrücker dabei insbesondere in der zweiten Halbzeit ein katastrophales Bild ab. Zweimal Martin Kobylanski (51./Foulelfmeter und 66.) und ein weiterer Treffer von Abdullahi besiegelten letztlich auch die in der Höhe verdiente Pleite der Osnabrücker, die dadurch auf den Relegationsplatz abrutschten. Da halfen auch die Entschuldigungen des Trainers und der Spieler bei den Fans nichts.

Siege werden für den Klassenerhalt dringend benötigt 

Der VfL muss nun mehr denn je um die Zweitklassigkeit bangen und steht in dieser Situation ausgerechnet vor zwei weiteren Heimspielen. Am Mittwoch (18.30 Uhr) kommen zunächst die ebenfalls im Abstiegskampf befindlichen Regensburger an die Bremer Brücke, bevor am Sonntag (13.30 Uhr) Fortuna Düsseldorf zu Gast ist. In diesen Spielen gilt es die Pleiten-Serie endlich zu beenden, um noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben und den Rekord nicht weiter auszubauen. Zumal die weiteren Heimspiel-Gegner Holstein Kiel und Hamburger SV heißen.