"Laufen, laufen, laufen": HSV investiert viel und wird belohnt
Der Hamburger SV legte mit einem 3:1-Sieg gegen Paderborn am Samstag vor, um sich auch nach dem 19. Spieltag weiterhin Tabellenführer nennen zu können. Das Verfolgerfeld der Liga rückt enger zusammen, deswegen musste Cheftrainer Daniel Thioune in einem offenen Duell mit den Ostwestfalen alles geben. Die Partie bot dem Coach schließlich das, was es versprochen hatte.
"Richtig gutes Fußballspiel"
Fans des Hamburger SV erinnern sich an den 4:3-Sieg in der Hinrunde gegen Paderborn und Cheftrainer Daniel Thioune kündigte vor dem Rückrunden-Duell an, dass er gegen ein solches Ergebnis nichts einzuwenden hätte - sofern die Punkte in Hamburg bleiben. So ähnlich kam es auch, denn nach anfänglicher Zweifach-Führung kam der Gegner zurück in die Partie und bot dem HSV ein offenes Duell. "Wir haben das bekommen, was wir erwartet haben: Wo Paderborn draufsteht, ist auch Paderborn drin - gerade in der Kombination mit Steffen Baumgart", erklärte Thioune nach dem Spiel und freute sich, dass seine Mannschaft standhielt: "Wir wussten, dass 90 Minuten intensiver Fußball erwartet werden kann und das war es dann auch. Aus meiner Sicht ein richtig gutes Fußballspiel."
Das Match eröffnete Moritz Heyer in der 8. Spielminute, hätte aber sogar schon früher zur Stelle sein können. "Über mein Tor zum 1:0 habe ich mich natürlich sehr gefreut. Bei Standards laufe ich oft nach hinten und lauere auf den Ball", verriet der defensive Mittelfeldspieler sein Erfolgsrezept an diesem Samstag, obwohl er sich zuvor ärgerte: "Kurz vor dem Treffer gab es eine Situation, wo der Ball hinten durch läuft und ich nicht parat stand." Den zweiten Saisontreffer legte der 25-Jährige dann aber doch noch in die Maschen.
Thioune Halbzeitansprache
Anschließend traf Sonny Kittel per Freistoß, ehe Paderborn zurückkam. "Als Trainer freut man sich auch über ein Standardtor. Bis zum 2:0 war es sehr verdient, weil wir sehr viel Druck gegen den Ball gebracht und gut Fußball gespielt haben", beobachtete Thioune bis dahin eine ansprechende Leistung des Zweitliga-Tabellenführers. Bis Sven Michel kurz vor dem Seitenwechsel für die Gäste traf: "Paderborn gibt aber nie auf und wir mussten verletzungsbedingt wechseln. Das war eine unruhige Phase. Mit dem Anschlusstreffer war es ein sehr offenes Spiel."
In der Halbzeitpause bekam die Mannschaft von der Elbe dann den neuen Matchplan, der am Ende des Tages den Sieg brachte: "Das habe ich der Mannschaft in der Halbzeit gesagt: Wenn wir das Spiel für uns sichern wollen, müssen wir wieder die Intensität erhöhen, Zweikämpfe gewinnen und laufen, laufen, laufen. Das haben wir mit und ohne den Ball geschafft und das dritte Tor gemacht." Für den HSV war es somit das neunte Spiel in Folge, das nicht mehr verloren ging - und nur zwei Mal ließen die Elbstädter bei einem Remis Punkte liegen. So könnte die Bundesliga-Rückkehr bald schon Formen annehmen.