Nächster Rückschlag: Hamburger SV seit vier Spielen sieglos

Das Zittern beim Hamburger SV geht weiter: Nach einer schwachen ersten Hälfte kamen die Norddeutschen nicht über ein 1:1 beim SSV Jahn Regensburg hinaus. Damit konnte sich das Team von Trainer Daniel Thioune im Aufstiegsrennen nicht weiter vom Verfolger aus Kiel absetzen. Was den HSV-Coach jedoch mit Blick auf den Schlussspurt optimistisch stimmt.

"Tut mir für meine Mannschaft leid"

Da war sie auf einmal, die große Möglichkeit für Sonny Kittel, dem Hamburger SV doch noch drei Punkte zu bescheren. Aber der 28-jährige Offensivspieler scheiterte in der zweiten Minute der Nachspielzeit an Regensburg-Keeper Alexander Meyer. Es blieb somit beim 1:1, weil die Hanseaten trotz einer Drangphase zum Ende der Partie nicht mehr als den Ausgleich durch Kittel erzielen konnten (83.). "Es tut mir für meine Mannschaft leid, dass sie sich am Ende nicht belohnen konnte, da war mehr für uns drin", wird HSV-Coach Daniel Thioune auf der Vereinsseite zitiert. Nach dem nun vierten Spiel in Folge ohne Sieg – es wurden nur zwei Punkte geholt – bleibt das Team auf dem dritten Platz. Verfolger Holstein Kiel hat jedoch drei Spiele weniger absolviert und nur zwei Zähler Rückstand.

Immerhin zeigten die Norddeutschen in Regensburg eine bessere Vorstellung als beim 1:2 am Donnerstag in Sandhausen. Doch auch im ersten Durchgang lief kaum etwas zusammen. "Wir sind in der ersten Halbzeit nicht gut ins Spiel reingekommen, da hat uns das Tempo über die Außen gefehlt", sagte Toni Leistner. Tim Leibold empfand den Auftritt zu Beginn als "schläfrig". Kurz vor der Pause wäre die Thioune-Elf dennoch fast in Führung gegangen. Der Treffer von Verteidiger Moritz Heyer wurde jedoch wegen einer Abseitsstellung verwehrt (44.). Auch nach Betrachtung der TV-Bilder keine eindeutige Szene. Stattdessen gingen die Hausherren praktisch im Gegenzug in Führung, weil der HSV eine Ecke nicht gut klären konnte. Andreas Albers war zur Stelle und brachte den Jahn in Front (45.).

Zweite Halbzeit macht Mut

"Aber wir haben Widerstandsfähigkeit gezeigt und die Jungs haben sich in der Halbzeit gegenseitig nochmal richtig gepusht. Im zweiten Durchgang hat die Mannschaft dann auch deutlich gezeigt, dass sie lebt und hat ein gutes Spiel gemacht", lobte der Trainer den deutlich verbesserten Auftritt. Deshalb sei er "für den Endspurt und die letzten Spiele zuversichtlich, wenn wir es in den kommenden Spielen schaffen, das Bild der heutigen zweiten Halbzeit zu zeigen".

Bereits am Donnerstag steht das Nachholspiel gegen den Karlsruher SC an. Es folgen Duelle gegen den 1. FC Nürnberg, VfL Osnabrück und Eintracht Braunschweig. "Es ist ein bisschen Druck auf dem Kessel, deshalb klappt nicht alles. Aber wie wir in der zweiten Halbzeit agiert haben, darauf können wir aufbauen und uns die letzten vier Spiele den Arsch aufreißen", forderte Leistner eine Kämpfermentalität der Mannschaft.

 

 

 

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"