Was aus den Abgängen des 1. FC Nürnberg geworden ist
14 Spieler haben den 1. FC Nürnberg im vergangenen Sommer verlassen. liga2-online.de zeigt, was aus ihnen geworden ist.
Fischer erzielt Millionenablöse
In seinem dritten Jahr als Sportvorstand am Valznerweiher hat Dieter Hecking wieder ein Plus auf dem Transfermarkt verzeichnet. Über vier Millionen Euro haben die Abgänge in die Kassen der Nürnberger gespült, abzüglich der eigenen Investitionen bleiben knapp 2,5 Millionen Euro. Die höchste Ablösesumme erzielte dabei Kilian Fischer, der erst vor einem Jahr für knapp 100.000 Euro von Türkgücü München zum FCN gewechselt war. Der VfL Wolfsburg wiederum zahlte 2,5 Millionen Euro für den talentierten Außenverteidiger - doch der 22-Jährige kam in der Bundesliga bislang nur auf drei Kurzeinsätze. Immerhin: Bei einem Fünf-Jahres-Vertrag bleibt Fischer noch viel Zeit, um sich durchzusetzen.
Überraschend war im Sommer der Abgang von Asger Sörensen, der drei Jahre lang in der Innenverteidigung der Franken gesetzt war. Einen Wechselwunsch zu Sparta Prag konnte der FCN allerdings nicht ablehnen, sodass der dänische Abwehrchef sogar die Champions League-Qualifikation mit seinem neuen Klub spielen durfte - jedoch gegen den Viking FK ausschied. Trotzdem ist Sörensen in Tschechien gesetzt.
Sechs Drittliga-Spieler in der Krise
Gleich sechs Spieler zog es in die 3. Liga - allerdings nur zu vier verschiedenen Vereinen. Die SG Dynamo Dresden legte nach dem Abstieg im Sturm gleich doppelt zu, indem sie zunächst Manuel Schäffler für knapp 200.000 Euro aus seinem Vertrag am Valznerweiher herauskaufte. Vier Tore erzielte der erfahrene Stürmer bislang bei kriselnden Dresdnern, hinzu kommen noch zwei Treffer in zwölf Einsätzen von Dennis Borkowski. Der Leipziger absolviert bei der SGD die zweite Leihe in Folge, nachdem er anderthalb Jahre lang zum FCN gehörte.
Einen weiteren Doppelpack genehmigte sich Erzgebirge Aue, die Linus Rosenlöcher nach seiner Leih-Rückkehr aus Dänemark abwarben. Der Außenverteidiger absolvierte zehn Spiele - und steckt mit den Veilchen mitten im erneuten Abstiegskampf. Helfen sollen die Tore von Paul-Philipp Besong, den die Nürnberger ins Erzgebirge ausgeliehen haben. Bislang konnte der Angreifer, der überwiegend als Joker zum Einsatz kommt, einen Treffer beisteuern, um den Negativ-Durchmarsch in die Regionalliga zu verhindern. Auch Tim Latteier kämpft mit der SpVgg Bayreuth gegen den Abstieg, der Offensivspieler pendelt ohne Scorerpunkt zwischen Bank und Startelf. Ähnliches gilt für Mario Suver, der zur U23-Mannschaft von Borussia Dortmund gewechselt war. Der Abwehrspieler stand fast immer im Kader, kommt aber trotzdem nur auf sieben Einsätze für den BVB.
Zwischen Bundesliga und Kreisklasse
Tom Krauß hat hingegen den Sprung in die Bundesliga geschafft. Nach zwei Leihjahren in Nürnberg kehrte der zentrale Mittelfeldspieler zunächst nach Leipzig zurück, um anschließend zum FC Schalke 04 zu wechseln. Die Königsblauen sind zwar Tabellenletzter, dafür ist der 21-Jährige jedoch als Stammspieler im Oberhaus gesetzt. Den umgekehrten Weg machte Adam Gnezda Cerin, der nach einer Leihe zum FCN zurückkehrte und danach zu Panathinaikos Athen transferiert wurde - immerhin für 650.000 Euro. In Griechenland ist der Mittelfeldspieler ebenfalls gesetzt.
Nach längerer Vertragslosigkeit hat auch Nikola Dovedan im September mit Austria Wien einen neuen Klub gefunden, wo er nach kurzer Anlaufzeit zu den Stammspielern gehört. Den ersten Scorerpunkt hat der Österreicher in sieben Spielen noch nicht erzielt. Nachwuchsverteidiger Noel Knothe, ausgebildet bei Eintracht Frankfurt, wechselte in die Regionalliga Südwest zum FSV Frankfurt und verpasste dort nur 92 Einsatzminuten in dieser Saison. Torwart Patric Klandt hat seine Karriere beendet und arbeitet inzwischen als U19-Torwarttrainer der Frankfurter Eintracht, während auch Konstantin Rausch den Profifußball hinter sich gelassen hat. Der 246-fache Bundesligaspieler kickt nun für im Amateurbereich für den SC Vorwerk Celle in der Kreisklasse.