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Dank Einsatzklausel: Rothers Vertrag vor automatischer Verlängerung

Es ist eine dieser modernen Erfolgsgeschichten: Ein junger Spieler wird beim Bundesligisten ausgebildet, wechselt in die 3. Liga, steigt mit seinem Klub auf und darf sich im deutschen Unterhaus wieder für Weiteres empfehlen. Bei Magdeburg Björn Rother kann genau diese Geschichte weitergehen, denn dank einer Einsatzklausel bleibt er dem Verein wohl erhalten.

"Deshalb wollte ich alles geben"

Im Sommer 2017 wechselte der Mittelfeldmann vom SV Werder Bremen II nach Magdeburg, dort erkämpfte sich der Youngster unter Trainer Jens Härtel auf Anhieb einen Stammplatz. Gemeinsam mit dem FCM ging es bekanntlich in die 2. Bundesliga, auch dort konnte Rother bislang mit 21 Einsätzen glänzen. Der Clou in Rothers Vertrag soll laut "Volksstimme" nun sein, dass sich dieser automatisch um ein Jahr verlängere, wenn der defensive Abräumer noch ein weiteres Spiel über 45 Minuten bestreite – davon hat der 22-Jährige nämlich erst 16 Stück.

"Das war jetzt keine Sache, die ich ständig vor Augen hatte, weil es gerade andere Ziele gibt, die wichtiger sind als eine Vertragsverlängerung", gibt Rother gegenüber der Zeitung zu, doch abgeneigt ist der Sechser von einem Verbleib in Magdeburg ohnehin nicht: "Ich hätte auch ohne eine Option Vertragsgespräche mit dem Verein führen wollen. Wir waren immer in einem guten Austausch. Ich fühle mich hier wohl." Selbstverständlich ist diese Aussage nicht, denn nach muskulären Problemen im Winter war Neuzugang Jan Kirchoff zuletzt auf Rothers Stammposition gesetzt. Der kam in den letzten drei Partien als Rechtsverteidiger zum Zuge.

"Der Trainer hatte die Idee, dass ich auf dieser Position, die ich zuvor nie gespielt hatte, auch meine Leistungen bringen kann", berichtet der 22-Jährige von seiner Umschulung, die bislang fruchtete – Magdeburg verlor keines dieser Spiele. "So etwas erfordert Mut. Deshalb wollte ich alles geben, um diesen Mut zu rechtfertigen. Ich denke, dass es in den drei Spielen gut geklappt hat", freut sich der Youngster, dass das Experiment bislang aufgeht. Auch sein neuer Coach Michael Oenning ist vom weiteren Werdegang des Allrounders überzeugt: "Ich bin froh, wenn sich sein Vertrag verlängern würde. Wir brauchen Spieler, die sich zu hundert Prozent reinhängen."