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Derby-Kribbeln auf St. Pauli: "Dafür hat man mit dem Fußball angefangen"

imago images / Oliver Ruhnke

Mit einer guten Bilanz im Rücken trifft der FC St. Pauli am Freitagabend (18.30 Uhr) im Stadtderby auf den Hamburger SV, zuletzt gab es gegen den großen Rivalen drei Siege und ein Unentschieden. Cheftrainer Timo Schultz weiß, dass er sich davon nichts kaufen kann, möchte die Gefühle aus der vergangenen Saison aber wieder heraufbeschwören. 

"Dafür hat man mit dem Fußball angefangen"

Das Kribbeln ist zurück an der Reeperbahn. Am Freitagabend kommt es im Stadion am Millerntor zum Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV. Nach der schweren Vorsaison nun auch endlich wieder ein Duell mit Fans. "Es ist ein besonderes Spiel", weiß Cheftrainer Timo Schultz auf der Pressekonferenz und erzählt davon, dass es auf den Straßen und seinem privaten Umfeld derzeit kaum noch ein anderes Thema gebe. So groß sei dir Vorfreude. "Dafür hat man mit vier, fünf Jahren ja mit dem Fußball angefangen, um irgendwann mal in einem großen Stadion aufzulaufen und solche Spiele bestreiten zu dürfen", so der 43-Jährige, der als Spieler mit St. Pauli lediglich gegen die Zweitvertretung des HSV auf dem Platz stand und nun aber als Trainer den Traum lebt.

Und das war in der vergangenen Saison ein wirklich schöner Traum. Schließlich folgte auf das 2:2 im Volksparkstadion ein 1:0-Erfolg in der Rückrunde. Ein großartiges Erlebnis für alle Fans des Kiezclubs. Es sei wirklich schön gewesen, "aber davon können wir uns heute nichts kaufen", merkt Schultz an. "Es geht wieder von vorne los, das Personal hat sich auf beiden Seiten auch verändert. Wir erinnern uns aber noch sehr gut an die Gefühle, die wir nach dem Sieg hatten. Wir werden maximal dafür investieren, genau das wieder erleben zu dürfen."

Dittgen und Paqarada fraglich – Hartel als Alternative 

Der Cheftrainer des derzeitigen Tabellenvierten wird dabei aber womöglich auf Maximilian Dittgen und Leart Paqarada verzichten müssen, schließlich erwarten beide Spieler innerhalb der nächsten Tage Nachwuchs. "Bislang waren wir beim Timing mit Geburten ganz gut dabei. Ich hoffe, dass es so bleibt", meint Schultz mit einem Augenzwinkern, will den beiden "im Zweifelsfall" aber freigeben, anstatt sie in dieser Situation hinter dem Ball herrennen zu lassen. Immerhin hat der 43-Jährige mit Neuzugang Marcel Hartel (kam aus Bielefeld) nun eine weitere Alternative im Kader. "Ihn habe ich noch nicht auf dem Trainingsplatz bei uns gesehen, grundsätzlich ist er aber voll im Saft. Die zwei Trainingseinheiten werde ich noch abwarten und mit ihm auch noch mal sprechen", so Schultz über die Einsatzchancen des 25-jährigen Mittelfeldspielers.

Ansonsten gehe es in dem Spiel darum, sich nicht vom neuen 4-3-3-System des HSV unter Trainer Tim Walter beunruhigen zu lassen. "Wir konzentrieren uns auf das, was wir beeinflussen können. Auf uns selbst und unsere Art und Weise, Fußball zu spielen, und unser Spielsystem. Damit sind wir bisher ganz gut gefahren und damit waren wir zuletzt ja auch erfolgreich", meint Schultz, der nicht nur nach Ballgewinnen, sondern auch in Ballbesitz einen guten Fußball seiner Männer erwartet. So soll sein Team schließlich zum Erfolg gegen die Rothosen kommen, um die eigene gute Serie gegen den großen Stadtrivalen weiter auszubauen.