FCK ohne Neuzugänge zurück im Training: "Waren an Flick dran"
Zum Trainingsauftakt des 1. FC Kaiserslautern begrüßte Dirk Schuster insgesamt 22 Spieler auf dem Rasen. Fünf Akteure meldeten sich krankheitsbedingt ab - und neue Gesichter gab es noch nicht. Im Rahmen der ersten Einheit sprachen Cheftrainer und Sportchef anschließend über die weitere Kaderplanung für den Winter.
Boyd wieder fit, aber erkältet
Nach einem vierwöchigen Urlaub sind die Roten Teufel zurück auf dem Platz. 18 Feldspieler und vier Torhüter waren bei der ersten Einheit dabei. Erik Durm, Lars Bünning, Marlon Ritter, René Klingenburg und auch Terrence Boyd, der in der bisherigen Pause einen Bänderriss auskuriert hatte, meldeten sich mit einer Erkältung ab. Julian Niehues (Oberschenkelprobleme) startete mit einem individuellen Programm, während Mike Wunderlich das Training abbrach - eine Vorsichtsmaßnahme. Insgesamt 300 Fans waren am dritten Adventssonntag dabei, um sich vom Geschehen beim Auftakt zu überzeugen.
Neue Gesichter sahen die FCK-Anhänger noch nicht. Cheftrainer Dirk Schuster reagiert gelassen. "Ich habe Thomas Hengen meinen Wunschzettel unter den Weihnachtsbaum gelegt", erklärt er im Gespräch mit "Der Betze brennt" humorvoll. Bekannt ist, dass der FCK schon seit Sommer einen Sechser sucht. Auch jetzt hatten die Roten Teufel allerdings das Nachsehen. "Jetzt waren wir an Florian Flick von Schalke dran, mit dem wir uns vergangenen Sonntag auch getroffen hatten, ehe er uns einen Tag später eine Absage erteilte - das muss man dann auch respektieren", offenbart Schuster. Ein weiterer Innenverteidiger, der auch Qualitäten auf der linken Abwehrseite mitbrächte, oder einen Stürmer würde der 54-Jährige ebenfalls nicht ablehnen.
"Werden niemanden vom Hof jagen"
Möglicherweise gibt der FCK auch seinerseits noch Spieler ab. Obwohl Schuster diese Annahme mit Vorsicht begegnet. "Man hat heute gesehen, wie schnell sieben oder acht Spieler nicht am Trainingsauftakt teilnehmen können. Daher wäre es fatal, jetzt schon irgendwelche endgültigen Entscheidungen zu treffen. Wir werden niemanden vom Hof jagen", verspricht der Fußballlehrer, dass er weiterhin auf seinen gesamten Kader zählen wird. Die Strategie geht auf: trotz Planungslücken hat Schuster seine Mannschaft auf den vierten Platz geführt, obwohl nicht jeder Akteur im Kader zufrieden sein wird - das weiß auch Schuster. "Aber heute ist der erste Tag nach dem Urlaub - bisher war noch niemand bei uns und hat einen Wechselwunsch geäußert."
Sport-Geschäftsführer Thomas Hengen unterstützt die Aussagen seines Cheftrainers. "Es gibt viele Gespräche und es gibt viele gute Spieler. Aber wir geben erst etwas bekannt, wenn es auch fix unterschrieben ist", bekräftigt der Kaderplaner in Hinsicht auf mögliche Wintertransfers. Parallel beschäftigt sich der 48-Jährige mit den auslaufenden Verträgen - insbesondere bei Leistungsträgern wir Marlon Ritter und Boris Tomiak, wie bereits bekannt ist. "Da kann ich keine Tendenzen angeben, außer das, was ich schon gesagt habe: Generell ist eine Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit vorhanden. Wir sind in ständigen Gesprächen und jeder hat so seine Sicht der Dinge", so Hengen. Eine Einigung, die beide Seiten zufrieden stellt, steht dementspechend noch aus.