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FCSP konnte keinen "rübermurmeln": Erfolgsserie gerissen

© IMAGO / Baering

Die Vorschusslorbeeren für den FC St. Pauli waren groß, doch am Montagabend entführte der SC Paderborn souverän einen dreifachen Punktsieg. Eine 0:2-Niederlage beendete den Lauf der Hamburger, bei denen Cheftrainer Timo Schultz direkt beteuerte, dass dieses Ergebnis den Verein nicht umwerfen wird. Auffällig war, dass der Gegner schlichtweg klarer und wacher in seinen Aktionen war.

"Vom Kopf her schneller"

Die Partie war noch jung, als FCSP-Verteidiger James Lawrence alles riskierte, um den Ball noch irgendwie von der Linie wegzubringen – stattdessen wurde letztlich der erste Paderborner Treffer als Eigentor der Hamburger gelistet. "Da haben sie uns über eine sehr gut ausgespielte Umschaltaktion den Ball eingeschenkt", hielt FCSP-Coach Schultz fest, dass es den Kiezklub schon in der Anfangsphase kalt erwischt hatte. Auf die offensive Spielweise der Paderborner hatte der Übungsleiter vor dem Spiel hingewiesen, aber trotzdem konnte sich St. Pauli nicht wehren: "Wir wussten das vorher, trotzdem kann man das nicht zu 100 Prozent verteidigen." Und in diesem Fall ging es sofort schief.

"Es war ein rassiges Zweitliga-Spiel, in dem es hin und her ging. Alles in allem war es kein unverdienter Sieg für Paderborn", musste Schultz ohnehin eingestehen, dass die Gegner an diesem Montagabend frischer und "vom Kopf her schneller" waren. Sinnbildlich fiel der zweite Treffer, als FCSP-Keeper Dejan Stojanovic von einer Unebenheit auf dem Rasen überrascht wurde und das Spielgerät daher unglücklich passieren ließ. Kurz vor der Schlussphase war das Spiel damit praktisch entschieden, wie auch Schultz einsah: "Nach dem 2:0 haben wir es nicht mehr geschafft, so viel Druck aufzubauen, um das Ding mal reinzuzwingen."

Marmoush zeigt Einsicht

Obwohl St. Pauli nach 90 Minuten mehr Torschüsse verzeichnete, war Schultz nicht davon überzeugt gewesen, dass "wir noch einen rübermurmeln können". Das war für den Cheftrainer aber in Ordnung. "Es gibt solche Spiele. Es wird uns nicht aus der Bahn werfen", versicherte der 43-Jährige, dessen Serie von sechs ungeschlagenen Spielen in Folge riss. Auch die Spieler, beispielsweise Omar Marmoush, zeigten sich einsichtig. "Manchmal trifft man die falschen Entscheidungen, das gehört dazu. Heute hat es leider nicht gereicht", ärgerte sich der Ägypter, der in den letzten Wochen für so viel Belebung in der Hamburger Offensive sorgte. Marmoush ganz klar: "Wir müssen das Spiel abhaken, weitermachen und es im nächsten Spiel dann wieder besser machen."

Denn auf den FC St. Pauli wartet am Sonntag (13:30 Uhr) bereits das Kellerduell mit dem VfL Osnabrück. Die Lila-Weißen machten den umgekehrten Weg von der oberen Tabellenhälfte in die Abstiegszone, weswegen Schultz auch dort wieder ein "rassiges Zweitliga-Spiel" erwarten wird.