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Fürth-Fans wegen neuem Trainerteam auf den Barrikaden

Der neue Trainer Stefan Leitl hat bei der SpVgg Greuther Fürth trotz seines gelungenen Einstands mit erheblichem Gegenwind zu kämpfen. Die Fan-Szene der Kleeblätter distanzierte sich geschlossen mit markigen Worten von der Verpflichtung des gebürtigen Münchners als Nachfolger des entlassenen Chefcoaches Damir Buric und von Andre Mijatovic als neuen Co-Trainer. Hintergrund sind Leitls Verbindungen aus aktiver Zeit zum Fürther Erzrivalen 1. FC Nürnberg und Mijatovics unschöner Abschied vom Ronhof vor zwölf Jahren.

"Neueinstellung lässt sich mit Pulverfass gleichsetzen"

An ihrer Ablehnung des neuen Tandems lassen die Anhänger in einem offenen Brief nicht den Hauch eines Zweifels aufkommen. "Gerade in sportlich angespannten Zeiten lässt sich die Neueinstellung dieses Trainerteams mit einem Pulverfass gleichsetzen", stellten die Fans unmissverständlich fest: "Wohl noch nie zuvor hatte ein Trainerteam in Fürth bereits bei Amtsantritt so wenig Kredit und Lobby bei den Fans."

Leitl werfen die Supporter der Franken seine auch noch 17 Jahre nach seinem Abschied vom Valznerweiher bestehende Verbundenheit mit dem Club und entsprechendes Verhalten vor. Die Kritik an Mijatovic hat ihren Ursprung in seinem Wechsel von 2007 zu Arminia Bielefeld, den der Kroate seinerzeit vor der Zahlung eine Ablöse durch die Westfalen notfalls per Klage gegen Fürth hatte erzwingen wollen. Die sportlichen Vorleben beider Coaches bezeichnen die Fans nunmehr als "fragliche Vergangenheit".

Fragezeichen hinter Identifikationsbemühungen

Fürths Anhänger werten den Amtsantritt des Duos als Rückschlag für ihre jahrelangen Bemühungen um eine Nähe zum aus ihrer Sicht einst "austauschbaren Plastikklub". In dem offenen Brief heißt es dazu weiter: "Fällt die Identifikation mit einem modernen Profiverein sowieso schon schwer genug, so schreckt man mit Entscheidungen wie dieser immer mehr Fans ab, und im schlimmsten Fall wenden diese dem Kleeblatt irgendwann komplett den Rücken zu."

Ungeachtet der erfolgreichen Debüts des Duos Leitl/Mijatovic, unter dessen Regie das Kleeblatt beim 1:0 am vergangenen Wochenende gegen den MSV Duisburg erstmals nach sechs Spielen wieder ein Tor schoss und siegte sowie gleichzeitig zum ersten Mal nach der Winterpause ohne Gegentreffer blieb, sollen die beiden Coaches sich offenbar keine Hoffnungen auf eine wie auch immer geartete Unterstützung machen können: "Wir möchten klarmachen, dass das Trainerteam unabhängig vom sportlichen Werdegang von uns keinerlei Rückendeckung erfährt. Denn mit diesem Duo können und wollen wir uns schlichtweg nicht identifizieren."