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Hannover vergeigt Heimauftakt gegen Hansa: "Müssen wir aufarbeiten"

IMAGO / Joachim Sielski

Der Heimauftakt von Hannover 96 ging mächtig in die Hose: Mit 0:3 unterlag das Team von Trainer Jan Zimmermann Aufsteiger F.C. Hansa Rostock. Die Beteiligten monierten die fehlende Zielstrebigkeit vor dem gegnerischen Tor.

Guter Start – aber Hansa trifft

"Wir sind gut reingekommen, haben das Spiel kontrolliert und hatten eine gute Konterabsicherung", sagte Zimmermann rückblickend über den Start in die Partie am Samstag. Doch dann folgte das große "Aber". Über die gesamte Spieldauer seien die 96er im Strafraum nicht zielstrebig genug gewesen. "Aus guten Aktionen sind zu wenig Torchancen entstanden", so der 41-Jährige.

Wie es besser geht, zeigten die Gäste von der Ostsee. In Folge einer Ecke kam Hanno Behrens an den Ball und schlenzte diesen unhaltbar für Hannovers Keeper Ron-Robert Zieler ins lange Eck (40.). "Mit dem ersten kleinen Fehler von uns beziehungsweise mit dem ersten Konter ist Hansa in Führung gegangen", war Zimmermann bedient. Nach dem Seitenwechsel sei das Vorhaben natürlich da gewesen, die Partie zu drehen, "dann fällt einem Rostocker direkt zu Beginn der Ball vor die Füße und sie machen es uns zum zweiten Mal vor, wie man aus solchen Situationen zielstrebig Tore macht – beide Male waren es tolle und unhaltbare Abschlüsse". In dem Fall war es John Verhoek, der sehenswert getroffen hatte (46.).

Maina positiv getestet

In der Folge hatten die Hausherren weiterhin große Probleme, gefährlich zu werden. Ein abgefälschter Schuss landete bei Angreifer Marvin Ducksch, der den Ball aber nicht mehr unter Kontrolle bekam. Es war ein Zufallsprodukt (63.). "Das müssen wir aufarbeiten und besser machen. Wir haben es dann mit der Brechstange, mit vielen hohen Bällen versucht und haben auch nochmal einen zweiten Stürmer gebracht. Wir wollten das Spiel unbedingt nochmal umbiegen – das ist uns nicht gelungen", erklärte Ducksch das erfolglose Agieren. Stattdessen machte Hansa den Deckel drauf, nachdem Nik Omladic sich im Hannover-Strafraum den Ball ergrätscht und diesen anschließend über Zieler gelupft hatte (90.+3). "Wer aufs Tor schießt und Tore macht, der gewinnt verdient – und das waren leider nicht wir", fasste Zimmermann die Partie treffend zusammen.

Spontan nicht im Kader der Niedersachsen war Linton Maina. Wie sein Trainer nach dem Spiel mitteilte, war der 22-jährige Mittelfeldspieler am Freitag positiv auf Corona getestet worden und hat sich in eine zweiwöchige Quarantäne begeben.