HSV in Aue gefordert: "Müssen wach sein"
Setzt der Hamburger SV am heutigen Freitag seine Serie gegen Erzgebirge Aue fort? Mit den Veilchen erwartet Cheftrainer Daniel Thioune einen gestandenen Zweitligisten, der vor allem auf Umschaltmomente gegen die Elbstädter setzen wird - so zumindest die Erwartung. Ähnliche Vermutungen trafen im Hinspiel zu.
"Sie haben sich gesteigert"
"Im Hinspiel hatten wir eine Dreierkette erwartet, die wir dann auch bekommen haben", erinnerte sich HSV-Cheftrainer Daniel Thioune an den 3:0-Heimsieg gegen Aue vor dreieinhalb Monaten, als die Hamburger zuletzt auf den Klub aus dem Erzgebirge trafen. Seitdem zeigten sich die Veilchen allerdings flexibler in ihrer Ausrichtung, wie auch Thioune analysierte: "Die letzten Wochen haben sie viel auf eine Viererkette gesetzt."
Ob der Cheftrainer der Hamburger nun ähnliches wieder im direkten Aufeinandertreffen erwartet? "Es wird darauf hinauslaufen, dass viele Umschaltmomente entstehen können. Da müssen wir wach sein und diese Momente unterbinden", so die Einschätzung des 46-Jährigen in Bezug auf den kommenden Gegner. Vom FCE hielt Thioune viel: "Aue bringt als Gegner eine Mannschaft auf das Feld, die für die 2. Liga steht. Sie sind nach dem Aufstieg vor ein paar Jahren mittlerweile angekommen in der Liga. Sie haben sich Jahr für Jahr gesteigert." Diese Steigerung führte beim letzten Duell in Aue dazu, dass die Veilchen ihren ersten Sieg gegen den HSV davontrugen. Dazu soll es am Freitagabend (18:30 Uhr) nicht kommen.
Alternativen im Kader und der U21
In diesem Sinn muss Thioune allerdings erst einmal Toni Leistner in der Innenverteidigung ersetzen. Der Abwehrchef zog sich einen Muskelbündelriss zu, der mehrere Wochen ohne Einsatz bedeutet. "Wenn man sich über Veränderungen im Kader Gedanken macht, dann schaut man eher, wo man ein Defizit hat. Wir hatten auf dieser Position kein Defizit, mit dem Wissen, dass auch Rick van Drongelen wiederkommt", sah Thioune zunächst keinen Handlungsbedarf in der Abwehrzentrale, doch das hat sich nun geändert. Der Niederländer kommt zwar noch nicht als Alternative in Frage, aber die "anderen Spieler wie Gideon Jung, Jonas David oder Moritz Heyer stehen ebenfalls zur Verfügung."
Außerdem habe der HSV-Coach noch "in der U21 einige Spieler, die verteidigen können und gute Innenverteidiger sind", wie Thioune in der Pressekonferenz vor der Partie verriet. Somit geriet der 46-Jährige noch lange nicht in Panik, aber die Wachsamkeit ist beim HSV entsprechend gegeben.