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HSV verspielt 3:1-Führung: "Ergebnis tut weh“

© imago-images / Eibner

Für den Hamburger SV war das Glas nach dem 3:3 bei Erzgebirge Aue halbleer. Zu sehr ärgerten sich die Norddeutschen über die verspielte 3:1-Pausenführung und die ungenutzt gelassene Chance zum Ausbau ihrer Tabellenführung, als dass sich Freude über das immerhin schon zehnte Spiel nacheinander ohne Niederlage einstellen wollte.

Thioune: "Punkt ist nicht zufriedenstellend“

Die Enttäuschung bei den Hanseaten über das Remis brachte Trainer Daniel Thioune denn auch kurz und bündig auf den Punkt: "Das Ergebnis tut weh“, resümierte der Coach auf der Vereinshomepage trocken.

Die Punkteverluste schmerzten die Hamburger angesichts des überzeugenden Auftritts im ersten Durchgang umso mehr. "Wir haben Spiel und Gegner dominiert und auch verdient so hoch geführt, Es hat wirklich Spaß gemacht, von außen zuzuschauen“, meinte Thioune zur effektiven Vorstellung seiner Elf mit Treffern von Torjäger Simon Terodde (14. und 30.) sowie David Kinsombi (21.). Zu seiner eigenen Verwunderung erlebte der Coach nach dem Seitenwechsel eine völlig andere Begegnung: "Wir haben das Spiel komplett abgegeben und den Gegner ins Spiel zurückgeholt. Die Gegentore waren extrem ärgerlich.“

Entsprechend konnte der 46-Jährige der Verlängerung von Hamburgs Erfolgsserie kurz nach dem Abpfiff in seiner Gesamtbilanz kaum noch etwas Positives abgewinnen. "Wir müssen mit dem Unentschieden leben, denn wir konnten unser Tempo nach den anstrengenden Wochen nicht über 90 Minuten halten. Wenn man aber so eine gute erste Halbzeit gespielt hat, dann fühlt sich ein Punkt natürlich nicht zufriedenstellend an.“

Terodde trotz Doppelpack "sehr enttäuscht“

Frust schob auch Terodde trotz seiner Saisontore Nummer 18 und 19. "Die zweite Halbzeit war schlecht. Wir haben zu viele 50:50-Bälle verloren. Gerade nach der ersten Halbzeit ist das Ergebnis für uns sehr enttäuschend“, meinte der 32-Jährige nach seinem schon siebten "Doppelpack“ in der laufenden Saison.

Terodde tröstete sich mit der guten Ausgangsposition seiner Mannschaft für den sich abzeichnenden Endspurt um den Bundesliga-Aufstieg: "Es war der 20. Spieltag, die entscheidenden Spiele kommen zwischen dem 25. und 30. Spieltag. Da müssen wir da sein und zwar so wie in der ersten Halbzeit.“

Doch schon am kommenden Samstag (13. Februar) will der Stürmer im Topspiel gegen Verfolger SpVgg Greuther Fürth mit seinen Kollegen die Scharte von Aue wieder auswetzen und drei weitere Zähler holen: "Wir nehmen den Punkt mit und wollen jetzt unser nächstes Heimspiel gewinnen.“