• Facebook
  • Twitter

HSV vor Herbstmeisterschaft: "Immer eine gewisse Erwartungshaltung"

© imago images / MIS

Der Hamburger SV steht vor dem abschließenden Spiel der Hinrunde gegen Eintracht Braunschweig und könnte sich mit einem Sieg zum Herbstmeister krönen. Für Daniel Thioune ist das aber nur Nebensache, denn abrechnen will der Coach erst am letzten Spieltag. Den fulminanten 5:0-Auftritt zuletzt will er nun erst einmal dafür nutzen, um das intensive Abwehrspiel der Löwen zu knacken.

"Schöne Sache"

Im ersten Zweitliga-Jahr holte der Hamburger SV ganze 37 Punkte nach 17 Spielen, im zweiten Jahr nur noch 30 Zähler. Schon jetzt befindet sich die Mannschaft von Cheftrainer Daniel Thioune genau dazwischen, hat aber noch die Partie gegen Eintracht Braunschweig offen – und könnte einmal mehr die erste Halbserie auf einem direkten Aufstiegsplatz beenden. Sogar als inoffizieller Herbstmeister. "Dass wir die Hinserie mit einem Erfolg in Braunschweig als Erster abschließen können, ist eine schöne Sache, aber wirklich wichtig ist die Tabelle nur an einem Spieltag: dem 34..", erklärte Thioune in der Pressekonferenz vor dem letzten Hinrunden-Spiel, dass derartige Statistiken nur eine untergordnete Rolle spielen.

Zumal der HSV seine gute Ausgangsposition in der Vergangenheit mehrfach verspielt hat. Für den aktuellen Cheftrainer ist daher die kontinuierliche Entwicklung übergeordnet. Abrufen, was "uns stark macht", ist gefragt: "Dazu zählt nicht nur das Spielerische, sondern auch, für den Gegner eklig zu sein. Es darf keinen Spaß machen, gegen den HSV zu spielen." In dieser Hinsicht habe seine Mannschaft bereits eine "sehr gut Entwicklung" genommen, sodass Thioune auch vor dem Spiel gegen den BTSV optimistisch ist: "Die Mannschaft hat Selbstvertrauen getankt und ich erwarte, dass sie weiter Gas gibt und gierig ist, dieses Spiel zu gewinnen."

Thioune fordert Wille

Gegen Braunschweig will sich die beste Offensive der Liga (36 Tore) wieder zeigen. "Wenn du das letzte Spiel gut gespielt und mit 5:0 gewonnen hast, dann ist immer eine gewisse Erwartungshaltung da. Ich betrachte es aber eher als eine Art Antrieb", erklärte Thioune, dass das Ergebnis der Vorwoche durchaus eine Signalwirkung hinterlassen haben könnte, denn der Respekt vor dem großen Zweitliga-Favoriten scheint wieder entfacht zu sein. Gleichwohl treffen die Elbstädter auf einen Gegner, der seine Abwehrprobleme zuletzt in den Griff bekam: "Zuletzt hat die Eintracht häufig mit Dreier-Abwehrkette gespielt und sehr intensiv verteidigt. Wir dürfen also einen sehr geschlossen auftretenden Gegner erwarten und werden mit Geduld Fußball spielen müssen."

Gelingt der Sieg, wird der HSV seine Aufstiegsambitionen untermauern, ein Remis würde die Herbstmeisterschaft nur bei Patzern der Konkurrenz aus Bochum und Düsseldorf sichern. Bei einer Niederlage könnte der HSV allerdings auch seine schlechteste Hinrunden-Platzierung erleben – und auch davor ist Thioune gewarnt, denn er forderte von seinem Team den Willen zur Bereitschaft: "Dies ist absolut notwendig, denn in dieser Liga kann wirklich jeder jeden schlagen.