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"Mehr Spaß auf dem zweiten Platz": St. Pauli vor Heimrekord

© IMAGO / Jan Huebner

Ein Zwei-Punkte-Schnitt und noch keine Platzierung unterhalb des fünften Ranges – der Saisonstart ist dem FC St. Pauli geglückt. Auf die Tabelle schauen die Kiezkicker aber nicht. Auch Cheftrainer Timo Schultz vermeidet den regelmäßigen Blick darauf, doch die gute Stimmung macht sich bemerkbar. Große Änderungen sind daher nicht zu erwarten.

Spaß an der Arbeit steigt

16 Tore, 16 Punkte, ausgelassene Stimmung am Millentor. "Wir sind nicht die Mannschaft und ich auch nicht der Trainer, der nach dem achten Spieltag permanent auf die Tabelle guckt", erklärte sich der FCSP-Coach in der Presskonferenz vor dem Spiel gegen die SG Dynamo Dresden (Sonntag, 13:30 Uhr). Die Vorzüge genießen die Kiezkicker dennoch: "Es ist aber auch klar, dass es auf dem zweiten Platz mehr Spaß macht." Die Spaß an der Arbeit sei generell eine Basis für Schultz und seine Mannschaft, das wäre auch auf dem neunten Tabellenplatz nicht anders. Nun winkt allerdings ein Startrekord, sofern der FCSP den fünften Heimsieg in Folge am Wochenende holen würde.

Spaß machen dem Coach auch die Sommer-Neuzugänge, von denen mit Jakov Medic und Torwart Nikola Vasilj gleich ganz oben in der Liste der Spieler stehen, welche bislang die meisten Einsatzminuten gesammelt haben. Acht Mal musste Vasilj bislang hinter sich greifen – nur Heidenheim hat weniger Gegentore. "Er hat es selbst auch schon gesagt, dass er so viel nicht zu tun bekommt", bemerkte Schultz auf seinen Torhüter angesprochen. In den richtigen Momenten sei Vasilj aber da: "Wir haben eine gute Mannschaft und es gehört zu einer guten Mannschaft dazu, dass sie einen Torwart hat, der in den richtigen Momenten und Situationen auch mal einen Ball hält, den vielleicht nicht jeder hält."

"Unsere kleinen Zocker"

Ein Neuzugang, der dagegen noch mehr Minuten sammeln möchte, ist Jackson Irvine. "Er ist ein Spieler, den auch wir Trainer noch besser kennenlernen müssen. Wir wissen, was er kann und was er der Gruppe geben kann. Trotzdem hat man die Hoffnung, dass noch mehr kommt", erzählte Schultz über den Abräumer vor der Abwehrkette, der seine Fähigkeiten zuletzt unter Beweis stellte. Gerade in der Rauten-Formation könnte der Australier künftig eine tragendere Rolle bekommen: "Mit seiner extremen Lauf- und Kopfballstärke bringt er noch mal ein anderes Element rein als unsere kleinen Zocker."

In der Partie gegen die SGD wird Irvine jedenfalls wieder zur Verfügung stehen. Auch Jannes Wieckhoff könnte dann wieder zum Kader stoßen, bei Eric Smith will Schultz nicht in Eile verfallen. Auch Etienne Amenyido ist wieder schmerzfrei und kann die Belastung steigern. "Da müssen wir aber Vorsicht walten lassen und nicht von Null auf Hundert gehen, sondern ihn langsam heranführen", warnte Schultz jedoch vor. Die letzte Warnung galt dann wiederum dem kommenden Gegner aus Dresden: "Sie leben sehr von ihrer Zweikampfstärke, Robustheit und Power. Sie sprinten permanent an und haben vorne mit Schröter, Daferner und Königsdorffer einen top Sturm, was Tempo und Robustheit angeht." Möglicherweise bekommt Vasilj dadurch etwas mehr zu tun, sofern Irvine zuvor nicht alles abräumt.