"Nicht nervös und keine Angst": HSV muss Kiel einholen

Und täglich grüßt das Murmeltier? Gegen diesen Eindruck will sich der Hamburger SV am Montagabend im Spitzenspiel gegen Holstein Kiel wehren. Brisanz droht dem Aufeinandertreffen vor allem deshalb, weil die Störche bei einem weiteren Erfolg gegen den vermeintlichen Aufstiegsfavoriten davonziehen würde. Bislang blieb der HSV in der 2. Bundesliga gegen Kiel sieglos.

"Kleiner Bruch statt Krise"

Ohne Rick van Drongelen (Bänderriss), Toni Leistner (Aufbautraining), Klaus Gjasula (Trainingsrückstand) und Tim Leibold (Rotsperre) wird sich der Hamburger SV am Montagabend dem Aufstiegsduell mit Holstein Kiel stellen. Die Vorzeichen sind dabei eindeutig, denn bei einer Niederlage würden die zweitplatzierten Störche auf sechs Punkte davonziehen. Angesichts der bisherigen Zweitliga-Bilanz rechnen Kritiker mit dem nächsten schweren Schlag - denn in fünf Partien konnte der HSV noch nie gewinnen. "Ich denke nicht, dass wir grundsätzlich von einer Krise sprechen müssen", bemühte sich Cheftrainer Daniel Thioune, den Druck aus dem Spitzenspiel herauszunehmen. Der Übungsleiter verwies auf die positiven Aspekte: "Wir haben eine gute Entwicklung genommen, auch in den letzten Wochen, was uns zuletzt jedoch gefehlt hat, sind die Ergebnisse."

Von den letzten sechs Spielen konnte der HSV nur eine Partie gewinnen (3:1-Sieg gegen Paderborn). Dazu gab es zuletzt sieben Gegentore in drei Spielen, weil zwischenzeitlich ein torloses Remis gegen Fürth errungen wurde. "Das Wort Krise empfinde ich deshalb dennoch als unpassend. In jedem unserer jüngsten Spiele - Würzburg ausgeklammert, das war ein Ausreißer nach unten - habe ich viel Gutes gesehen", hielt Thioune fest und attestierte seiner Mannschaft die nötige Überzeugung, welche die einzelnen Akteure im Training zeigen würden. "Ich würde daher eher von einem kleinen Bruch statt von einer Krise sprechen", so der Coach.

Thioune von Mannschaft überzeugt

In der Abwehr wird Thioune wegen der bekannten Ausfälle erneut umbauen müssen, sodass Josha Vagnoman und Jan Gyamerah als erste Alternativen für die Außenbahnen gelten. Auch Moritz Heyer wäre ein Ass in Thiounes Ärmel. Klar ist dem Coach, dass das Spitzenspiel wohl das bereit halten wird, für das es betitelt wird: "Kiel steht auch zurecht da oben, die Mannschaft hat unter Ole Werner eine sehr gute Entwicklung genommen, das haben wir auch im Hinspiel zu spüren bekommen." Im November war es die Nachspielzeit, die dem HSV zum Verhängnis wurde. Damals hätte Kiel das Spiel beinahe noch in den letzten Sekunden gedreht, erzielte aber zumindest den Ausgleich. Thioune blieb optimistisch: "Das wird ein Duell auf Augenhöhe, aber nervös werden wir nicht und Angst haben wir auch keine."

Nun müssen den Worten auch Taten folgen, denn unabhängig von der Tabellenkonstellation ist der HSV nach Niederlagen gegen den Tabellenletzten und im Derby gefordert. Dahingehend sah Thioune sein Team auf dem richtigen Weg: "Die Mannschaft ist von sich überzeugt und überzeugt von dem, was wir tun. Wir haben richtig gute Jungs im Kader, die sind beharrlich." Aus diesen Jungs müsse auch weiterhin ein Kollektiv geformt werden, das "als Mannschaft geschlossen auftreten und Verantwortung übernehmen" wird. Dann, so war sich Thioune sicher, würden auch die Ergebnisse wieder stimmen.

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