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Schnelle Wiedergutmachung für St. Pauli? "Sofort in die Vollen gehen"

© IMAGO / Jan Huebner

Der SV Darmstadt 98 hat St. Pauli eindrucksvoll vom Thron gestoßen. Im Nachholspiel gegen Sandhausen (Mittwoch, 18:30 Uhr) kann die Tabellenspitze direkt zurückerobert werden. Dazu bedarf es jedoch ein anderes Auftreten, wie Cheftrainer Timo Schultz fast schon obligatorisch nach der 0:4-Pleite betonte.

Schultz will nicht lange Nachdenken

Am Böllenfalltor sind die Kiezkicker zum ersten Mal in dieser Saison krachend gescheitert. Auf Anhieb verlor St. Pauli daraufhin die Tabellenführung an die Lilien, doch das spielte für den FCSP-Coach zunächst keine Rolle. Timo Schultz blickte wieder voraus – denn es geht Schlag auf Schlag weiter. "Mir ist es ganz recht, dass wir am Mittwochabend am Millerntor wieder auf dem Platz stehen und die Chance haben, es wieder gutzumachen", erklärte der 44-Jährige. "Zu träge und zu langsam im Kopf und in den Beinen" sei man gewesen, doch darüber zerbricht sich Schultz nicht weiter den Kopf.

"Ich habe selbst auch jahrelang gespielt und weiß, dass es solche Spiele immer mal wieder gibt", hakte der Fußballlehrer die Niederlage ab. "Wir müssen einfach unsere Leistung und das, was uns bisher in den Heim- und einigen Auswärtsspielen stark gemacht hat, gegen Sandhausen wieder auf den Platz bringen." Denn schon am Mittwochabend (18:30 Uhr) geht es für die Kiezkicker im Nachholspiel gegen den Klub vom Hardtwald weiter, der sich seinerseits vom Infektionsgeschehen erholt hat. Die Forderungen von Schultz waren eindeutig: "Wir müssen die nötige Schärfe an den Tag legen, hellwach sein und von Anfang an die Wachheit und die Bereitschaft an den Tag legen, dass wir sofort in die Vollen gehen können."

"Heimbilanz ganz ordentlich"

Einzig Jakov Medic wird dem Kiezklub für dieses Vorhaben fehlen. Der Innenverteidiger, der in Darmstadt zur Pause weichen musste, erlitt eine Verletzung an der Nase. Möglicherweise muss sich der Neuzugang zeitnah einer Operation unterziehen. Alle anderen Akteure werden Schultz wieder zur Verfügung stehen. Sehr zur Freude des Cheftrainers, der den Ausrutscher in Darmstadt keinem Spieler speziell in die Schuhe schieben wird. "Für uns ist wichtig, dass wir hier genauso weiterarbeiten und den Jungs das Vertrauen so schenken, wie es auch vorher der Fall war", machte Schultz klar.

Am Millerntor werden die Hamburger wieder gefordert sein. "Die Bilanz in den Heimspielen ist bisher ganz ordentlich", schmunzelte Schultz angesichts von sechs Siegen in sechs Spielen. Doch auch gegen Sandhausen ginge das Spiel wieder bei Null los. "Wir haben aber ein neues Spiel vor der Brust und einen ganz anderen Gegner, den wir bespielen müssen, und ganz andere Sachen, auf die wir aufpassen müssen. Unser Ziel ist es, drei Punkte zu holen", hielt der 44-Jährige dennoch fest. Mit den Fans im Rücken könnte die "Heimmacht" jedoch wieder zuschlagen. Von einem drohenden Absturz war nach einer Pleite – trotz aller Deutlichkeit – selbstverständlich keine Rede.