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St. Pauli kassiert Klatsche in Darmstadt: "Wir waren schlecht"

IMAGO / Jan Huebner

Dieser Auftritt war dem eines Tabellenführers nicht würdig: Der FC St. Pauli kassierte beim SV Darmstadt 98 eine 0:4-Klatsche, lag schon zur Halbzeitpause hoffnungslos hinten. Was die Beteiligten als Gründe für die dritte Saisonniederlage ausmachten.

"Darmstadt war immer einen Schritt schneller"

Phasenweise flogen dem vorerst entthronten Liga-Primus die Bälle nur so um die Ohren. Die Braun-Weißen wusste nicht, wie ihnen geschieht. Nach dem frühen Rückstand durch Phillip Tietz (6.) sorgten Braydon Manu (29.) und Luca Pfeiffer (39./41.) schon zur Pause für die Entscheidung – 4:0. "Gerade in der ersten Hälfte hatten wir sehr wenig entgegenzusetzen. Darmstadt war immer einen Schritt schneller. Entsprechend haben sie ihre Chancen auch konsequent verwertet. Dann liegt man zur Halbzeit 0:4 hinten und fragt sich, wo der Ansatz ist", versuchte Trainer Timo Schultz nichts schönzureden.

Auch Angreifer Guido Burgstaller, der seit zwei Partien auf einen Treffer wartet (zuvor gelangen ihm sechs Tore in fünf Partien), sprach davon, dass die Kiezkicker "absolut verdient verloren" hätten. Die Lilien seien "in der ersten Halbzeit körperlich überlegen" gewesen. "Man hat gesehen, was passiert, wenn wir nicht unsere Leistung abrufen. Es waren heute viele Kleinigkeiten. Die Darmstädter haben es heute gut gemacht, aber wir waren auch schlecht", so der 32-jährige Österreicher.

"Davon kannst du dir auch nichts kaufen"

Immerhin konnte das Team den ersten Durchgang in der Halbzeitpause abschütteln, trat folglich stabiler auf. Immerhin gab es keine weiteren Gegentreffer. Aber wirklich gefährlich wurde die drittbeste Offensive der Liga auch nicht. "In der zweiten Hälfte haben wir es besser gemacht, waren stabil, haben gut mit dem Ball gespielt, aber davon kannst du dir auch nichts kaufen", meinte Philipp Ziereis.

Das Gute für Pauli: Bereits am Mittwoch steht zu Hause das Nachholspiel gegen den SV Sandhausen an. "Wir können froh sein, dass wir jetzt direkt am Mittwoch wieder ranmüssen. Das ist ein Vorteil für uns, so müssen wir das Spiel nicht die ganze Woche mit uns rumschleppen", sagte der Coach. Schon ein Unentschieden würde reichen, um dann bei gleicher Anzahl an absolvierten Spielen wieder an Darmstadt vorbei zu ziehen und den ersten Rang zurück zu holen.