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St. Pauli wieder in der Spur: "Werden nochmal Anlauf nehmen"

© imago images

Nach zwei Auftritten ohne Sieg meldete sich der FC St. Pauli beim 2:1 in Osnabrück zurück. Während Guido Burgstaller anschließend glaubte, schon bald alle Abstiegssorgen vergessen zu können, freute sich Übungsleiter Timo Schultz auf die anstehende Spielpause.

Glückgöttin in schwarz

Zwei Partien ohne Dreier hatten am Millerntor zuletzt wieder leise Zweifel aufkommen lassen. Kein Wunder, immerhin hatte man das Verlieren bei zuvor fünf Siegen in Serie ja fast schon verlernt. Am Sonntag in Osnabrück sorgten die Kiezkicker dann selbst dafür, dass die Zweifler wieder verstummten. St. Pauli überzeugte über weite Strecken und fuhr einen verdienten Auswärtssieg ein. "Nach der Heimniederlage gegen Paderborn war es heute ein wichtiges Spiel für uns", wurde Guido Burgstaller im Anschluss auf der Klub-Website zitiert. "Wir wollten ein anderes Gesicht zeigen und wieder besser Fußball spielen. Wir haben es heute teilweise auch besser gemacht. Wir sind gut ins Spiel gestartet und hatten viel Ballbesitz."

Einziges Problem daran: Den Osnabrückern war es ganz recht, wenn sich die Hamburger den Ball zuspielten, während sie selbst aus einer kompakten Defensive heraus agieren konnten. So tat sich St. Pauli im ersten Durchgang enorm schwer, Torchancen galten als Raritäten. In Durchgang zwei eilte den Gästen dann aber die Glückgöttin Fortuna zu Hilfe – sie trug das schwarze Gewand von Schiedsrichter Martin Thomsen. Letzterer sprach den Braun-Weißen einen äußerst zweifelhaften Foulelfmeter zu, den Burgstaller souverän versenkte (50.). Nach 65 Minuten sorgte Marmoush für die Entscheidung (65.), Heider kam lediglich zum Osnabrücker Ehrentreffer (79.).

"Vielleicht mal drei, vier Tage Pause"

Erleichterung und Erschöpfung sprachen nach Abpfiff aus den Gesichtern der Hamburger. Trainer Schultz und Angreifer Burgstaller fügten das ein oder andere Wort hinzu. "Als Trainer bin ich erst einmal natürlich zufrieden, dass wir die drei Punkte mit nach Hamburg nehmen konnten. Wenn man den gesamten Spielverlauf sieht, dann ist der Sieg auch nicht unverdient." Ganz ähnlich äußerte sich der Schütze des Führungstreffers. "Im Großen und Ganzen war es ein gutes Spiel von uns", befand Burgstaller und blickte voraus: "Darauf kann man aufbauen. Wenn wir so weitermachen, dann sind die Abstiegssorgen auf jeden Fall vorbei."

Chefcoach Schultz wollte noch nicht an die entscheidenden Schritte in Richtung Klassenerhalt denken und konzentrierte sich stattdessen auf die Mottos der nächsten Tage – Ruhe und Regeneration. "Wir werden uns jetzt vielleicht auch mal drei, vier Tage Pause gönnen dürfen. Die Rallye in den letzten sieben, acht Wochen war schon kräftezehrend, das hat man in den letzten drei Spielen auch gesehen. Wir werden dann nochmal Anlauf nehmen." Die Wucht des neuen Anlaufs soll nach der Länderspielpause zunächst die Braunschweiger Eintracht zu spüren bekommen.