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Trotz Beschluss: Stadt Hamburg erlaubt weiterhin Stadion-Zuschauer

IMAGO / Eibner

Bund und Länder beschlossen am Dienstag, dass Großveranstaltungen ab dem 28. Dezember wieder ohne Zuschauer stattfinden müssen. Die Städte Hamburg und Berlin gehen nun jedoch ihre eigene Wege, sodass der Hamburger SV und der FC St. Pauli doch noch vor Publikum spielen könnten.

Großveranstaltung erst ab 5.000 Zuschauer

Berlin macht es vor, Hamburg zieht mit – entgegen der Entscheidungen auf der vergangenen Ministerpräsidentenkonferenz könnte es bei Veranstaltungen in den Städten auch nach dem 28. Dezember zur Zulassung von Zuschauern kommen. Bund und Länder hatten sich eigentlich darauf verständigt, dass Großveranstaltungen von überregionaler Bedeutung nur noch ohne Publikum stattfinden dürfen. In der Hansestadt gilt eine Veranstaltung aber per Definition der Hamburger Eindämmungsverordnung erst bei über 5.000 Zuschauern als Großveranstaltung. Am Freitag tritt die Regelung in Kraft, sodass der Hamburger SV und der FC St. Pauli weiterhin vor Publikum spielen könnte.

Am Donnerstag wurde die entsprechende neue Corona-Eindämmungsverordnung des Hamburger Senats unterschrieben. Gegenüber der "Deutschen Presse-Agentur" wurde bestätigt, wie es auch im "Sportbuzzer" heißt, dass die Regelungen eben auch für Fußballstadien gelte. Maßgeblich bleibt die 2G-Regel, die in Innenräumen sogar Veranstaltungen mit bis zu 2.500 Teilnehmern möglich macht. Im Freien gelten weniger als 5.000 Teilnehmern als Obergrenze – auch unter 2G-Bedingungen. Im Schnitt kamen bislang 22.918 Zuschauer pro Spiel zum Hamburger SV, beim FC St. Pauli waren es bisher 15.369 Fans. Offen ist, inwieweit die Klubs die neuen Regelungen nutzen werden. In Berlin liegt die Obergrenze bei 3.000 Teilnehmern einer Großveranstaltung.