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Videobeweis in der 2. Liga? Klubs stimmen am 21. März ab

© imago

Seit der Saison 2017/18 ist der Videobeweis ein festes Bestandsmittel in der Bundesliga. Nach Informationen der "SportBild" wird es am 21. März 2019 eine Abstimmung unter den 18 Zweitligisten geben, ob das technische Hilfsmittel auch im deutschen Unterhaus Anwendung finden soll.

Bedenken vor einem Jahr

Noch vor einem Jahr äußerte die Mehrheit der Zweitliga-Klubs in einer Umfrage des "SID" Bedenken gegenüber dem damals neu eingeführten Videobeweis. "Der Videobeweis sollte zunächst in der Bundesliga weiter optimiert werden, um eine verlässliche und absolutes Vertrauen rechtfertigende Basis zu schaffen", teilte beispielsweise der MSV Duisburg in einem Bericht von "Sport1" mit. Noch konkreter wurde der VfL Bochum, der den maßgeblichen Faktor ansprach: die Finanzierung. "Es müsste sichergestellt sein, dass aufgrund hoher Investitionen spürbar mehr Gerechtigkeit Einzug hielte", hieß es in einer Mitteilung des Revierclubs.

"Generell müsste es zuerst klare Regelungen und Aussagen zur Finanzierung und zu technischen Voraussetzungen geben. Und ob der Aufwand für die 2. Liga tatsächlich gerechtfertigt erscheint", erklärte unter anderem auch Erzgebirge Aues Geschäftsführer Michael Voigt und sprach damit an, was heute wohl immer noch Bestand hat – der Videobeweis muss sich für die teils klammen Zweitliga-Vereine überhaupt erst lohnen. Dazu betätigt die DFL aktuell einen "Offline"-Test.

Abstimmung zur Einführung

Dieser "Offline"-Test bedeutet, dass der Videobeweis quasi in der laufenden Spielzeit bereits in der 2. Bundesliga angewandt wird, aber nicht in das Spielgeschehen eingreift. Es soll unter anderem als Schulungszwecke für die Video-Schiedsrichter dienen, am 21. März 2019 sollen die 18 Zweitligisten laut "SportBild"-Informationen aber in einer Abstimmung die Chance auf eine Einführung des "echten" Videobeweises haben. Sollte die Mehrheit der Vereine dann positiv stimmen, würde die "Online"-Phase ab kommender Saison wohl folgen.

Bei der DFL würde in diesem Fall der berüchtigte "Videokeller" ausgebaut werden – statt sechs Arbeitsstationen, an denen Video-Schiedsrichter, sein Assistent und zwei Kontrolleure der Hawk-Eye-Technologie sitze, gäbe es künftig zehn solcher Arbeitsplätze. Hinzu kommt, dass der Vertrag mit dem "Hawk Eye", also die Torlinientechnologie, zum Saisonende ausläuft. Der Fokus der DFL liegt also auch auf einer Weiterentwicklung der technischen Systeme, die Bewerbungsfrist für verschiedene Alternativen ist gerade abgelaufen und wird ausgewertet. Vieles hängt also von der Entscheidung der aktuellen Zweitligisten ab.