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Weiterer Sieg gefordert: FCSP könnte "wahrscheinlich einen Haken" machen

© IMAGO / Oliver Ruhnke

Nach wie vor stellt der FC St. Pauli das beste Team der Rückrunde, welches sich mit jedem weiteren Sieg den Klassenerhalt bereits sichern könnte. Im Fokus der Kiezkicker ist, dass auch die Belastung im Endspurt gut verteilt wird. Am Montag treffen die Hamburger diesbezüglich auf Eintracht Braunschweig, die ihrerseits ebenfalls einen guten Weg eingeschlagen haben.

"War in Mathe nie gut"

Zum Jahresauftakt erlebte der FC St. Pauli eine 1:2-Auswärtsniederlage in Fürth, die den Kiezklub seinerzeit tief in den Keller drückte. Seither verloren die Hamburger auf fremden Plätzen allerdings nicht mehr, was auch daran liegt, dass sie generell kaum noch Spiele verloren. Mit einem weiteren Sieg in Braunschweig wäre der Schritt in Richtung Klassenerhalt wohl groß, würden die Hamburger damit den direkten Konkurrenten weiter distanzieren. "Ich war in Mathe nie gut, aber wenn ich auf die letzten Jahre gucke, dann kann man mit einem Sieg wahrscheinlich einen Haken dahinter (dem Klassenerhalt, d. Red.) machen", sah auch FCSP-Cheftrainer Timo Schultz eine Möglichkeit zur Vorentscheidung im diesjährigen Abstiegskampf – zumindest für die Hamburger.

Denn Eintracht Braunschweig erwies sich bereits in der Hinrunde als konsequenter Gegner, der sich zuletzt ebenfalls mit einem positiven Trend aus der akuten Gefahrenzone herausspielte. "Sie gewinnen ihre Spiele zu Hause und sind vom Trend voll dabei. Es spricht für sie, dass sie über dem Strich stehen", konnte Schultz gewisse Parallelen zu seiner eigenen Mannschaft sehen, die beide Teams seit der Winterpause zeigten. Generell müsse sich St. Pauli aber nicht verstecken, weil sich die Möglichkeiten dort Woche für Woche vergrößern: "Wir sehen diese verbleibenden acht Spiele als Chance, die nächsten Schritte zu gehen."

Viele Fragezeichen für Schultz

In diesem Kontext will Schultz auch in den kommenden Partien auf die Belastungssteuerung achten. "Die Jungs sind seit anderthalb Jahren am durchbrettern und brauchen die Sommerpause, die kurz genug ausfällt", behielt der 43-Jährige das große Ganze im Blick. Die Fragezeichen in Hamburger werden schließlich größer – Omar Marmoush klagt über Huftprobleme, Afeez Aremu wurde vorsichtshalber geschont. Simon Makienok ist ebenfalls noch nicht vollständig ins Training eingestiegen, während Eric Smith erst am Samstag wieder mitmachen wird. Auch Sebastian Ohlsson kann noch nicht mitwirken.

"Es wird so sein, dass wir durchtauschen, da sprechen wir aber nicht von sieben oder acht Position, sondern vielleicht zwei bis drei Änderungen", kündigte Schultz bereits an, dass er für den Endspurt jeden Spieler im Kader brauchen wird. Das wiederum haben die Spieler selbst in der Hand, um sich im Training anzubieten: "Die Jungs, die hinten dran sind, haben verstanden, dass sie auch mal ein Ausrufezeichen im Training setzen müssen." Denn Geschenke will Schultz nicht verteilen.